Skispringerin Pinkelnig Doppelsiegerin in Hinzenbach

Pinkelnig jubelte wie in Villach doppelt © APA/BARBARA GINDL

Eva Pinkelnig hat am Sonntag auch den zweiten Skisprung-Weltcup-Bewerb in Hinzenbach gewonnen und verlässt Oberösterreich als Doppelsiegerin. Die Vorarlbergerin gewann mit 90 und 90,5 Metern und 246,6 Punkten mit 7,7 Zählern Vorsprung auf die Slowenin Nika Prevc. Dritte wurde die am Samstag zweitplatzierte Jacqueline Seifriedsberger, 1,1 Punkte hinter Prevc.

Für Pinkelnig, die erst verspätet in die Saison eingestiegen ist, war es bereits ihr fünfter Erfolg allein in diesem Winter und ihr insgesamt 14. im Weltcup. Seifriedsberger verbesserte sich vom sechsten Zwischenrang an die dritte Stelle, womit das ÖSV-Team erneut zwei Stockerlplätze schaffte.

„Es ist unglaublich. Ich habe das schon in Villach erleben dürfen, jetzt auch da in Hinzenbach, daheim doppelt zu gewinnen. Und jetzt sogar noch doppelt mit der Jacqui am Podium zu stehen, das ist einfach cool“, freute sich Pinkelnig, die nun auch im Gesamt-Weltcup bereits auf den zweiten Rang vorgestoßen ist.

Für ihren Trainer Thomas Diethart war es auch eine Geschenk zum 32. Geburtstag. „Absolut, muss ich dem Stadionsprecher noch sagen, dass wir alle zusammen noch Happy Birthday singen“, sagte Pinkelnig. Den zweiten Gesamtrang nehme sie jetzt einmal so mit. „Im Rechnen bin ich noch nie gut gewesen. Skispringen kann ich ganz gut, auf das konzentriere ich mich“, meinte sie ORF-Interview. „Sie führt schon recht souverän“, wusste Pinkelnig aber doch. Prevc liegt 208 Zähler vor ihr.

„Ich hab es richtig genossen. Im zweiten Durchgang war ich schon ein bisserl nervös, aber nach der Katha (Schmid, Anm.) habe ich mir ausgerechnet, dass die Jacqui am Podium ist und dann war ich so positiv gestimmt, dass ich noch einen rausgelassen habe“, erklärte Pinkelnig. „Doppelter Heimsieg ist echt cool.“

Happy war auch Seifriedsberger vor allem mit dem zweiten Durchgang. „Das war ein richtig cooler Sprung, im ersten war zu viel Gewalt dabei. Hadern tu ich generell nicht. Ich bin happy, was momentan passiert. Am Stockerl stehen ist nicht alltäglich, noch dazu daheim gleich zweimal.“

Als drittbeste Österreicherin schaffte Lisa Eder dank eines 87,5-m-Satzes im zweiten Durchgang den Sprung in die Top Ten. Eder verbesserte sich vom zwölften auf den siebenten Rang. Es war schon ihre siebente Top-Ten-Platzierung in dieser Saison.

Für die Skispringerinnen geht es nun wieder in den Norden Europas. Es geht der Reihe nach nach Lahti, Oslo, Trondheim und dann mit zwei Skifliegen nach Vikersund. Abgeschlossen wird gemeinsam mit den Männern in Planica, dort allerdings auf der Normalschanze am 21. März.

Das könnte Sie auch interessieren