F1-Teamchef Horner hofft nach Vorwürfen auf schnelle Lösung

Der Red-Bull-Teamchef gab sich zurückhaltend © APA/AFP/ANDREJ ISAKOVIC

Im Rahmen der Formel-1-Testfahrten in Bahrain hat sich Red-Bull-Teamchef Christian Horner zurückhaltend zu der Untersuchung gegen ihn wegen angeblich unangemessenen Verhaltens geäußert. „Es gibt ein Verfahren, von dem ich ein Teil bin“, sagte er am Donnerstag in Sakhir bei einer Pressekonferenz. „Ich kann wirklich das Verfahren oder den Zeitraum nicht kommentieren. Natürlich hätte jeder gerne ein Ergebnis so schnell wie möglich“, so Horner weiter.

Die Konzernmutter Red Bull hat Anfang Februar eine „unabhängige Untersuchung“ gegen den 50-Jährigen eingeleitet. Ein externer Fachanwalt ließ den Briten, den dienstältesten Teamchef der Motorsport-Königsklasse, bereits bei einem stundenlangen Gespräch Stellung beziehen. Horner weist die Anschuldigungen zurück, zuletzt äußerte er sich auch wortreich zu dem Verfahren. Ob er weiter im Amt bleibt, ist offen.

Die Formel 1 dringt darauf, dass das Verfahren „schnellstmöglich“ geklärt wird. Die offiziellen Testfahrten dauern noch bis zum Freitag. Der erste Grand Prix des Jahres wird am 2. März in Bahrain ausgetragen.

Ausführlicher äußerte sich Horner zu Bemerkungen von McLaren-Chef Zak Brown, wonach Red Bull durch seine zwei in der Weltmeisterschaft eingesetzten Teams einen Vorteil habe. Er kenne keine andere Sportart, in der zwei Teams mit demselben Eigentümer gegeneinander antreten würden, meinte Brown in Bahrain.

Horner widersprach und führte an, dass Red Bull auch mit zwei Mannschaften in der Champions League – Red Bull Salzburg und RB Leipzig – vertreten sei. „Diese beiden Teams sind völlig getrennt. Eines arbeitet in Italien, eines in Großbritannien“, sagte Horner über die beiden Formel-1-Rennställe Red Bull Racing bzw. Racing Bulls (vormals AlphaTauri).

Die Beziehungen seien „weit weniger“ ausgeprägt, als andere mit ihren Motorenausstattern haben würden, so Horner. „Wir erwarten sie als Kontrahent, nicht nur für den Rest des Feldes, sondern auch für Red Bull Racing“, meinte er. Die gesamte Diskussion sei für ihn „absolut kein Thema“.

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