Formel-1-Tests in Bahrain: Verstappen wieder klar vorne

Weltmeister im neuen Red Bull RB 20 mehr als eine Sekunde schneller als der Rest des Feldes

Kaum rollt Max Verstappen aus der Red-Bull-Box, ist auch schon wieder Schnellster.
Kaum rollt Max Verstappen aus der Red-Bull-Box, ist auch schon wieder Schnellster. © AFP/Isakovic

In der Formel 1 hat sich in der Winterpause wenig geändert. Bei den letzten Tests vor Saisonbeginn in Bahrain/Sachir war (fast) alles beim Alten. Die schnellsten Rundenzeiten brannte erneute Weltmeister Max Verstappen im RB 20 in den heißen Wüstensand, pardon, Wüstenasphalt.

Mit 1:31,344 Minuten war der fliegende Holländer dabei mehr als eine Sekunde schneller, als der Brite Lando Norris im McLaren auf Tagesrang zwei.

Ferrari gut dabei

Drittschnellster war der Ferrari-Pilot Carlos Sainz, ein Zehntel langsamer als Norris. Die Scuderia Ferrari legte einen soliden Auftritt hin, auch Charles Leclerc war schnell und bekräftigte seine Rolle als Verstappen-Jäger.

Dahinter rangierte der Australier Daniel Ricciardo im Racing Bull (+1,255) vor Alpine-Pilot Pierre Gasly (+1,461) und Lance Stroll im Aston Martin (+1,663).

Wenig Erfreuliches kam von den Mercedes-Assen Lewis Hamilton und George Russell. Die beiden Briten wurden doch Probleme am Hybridsystem zu Zwangspausen verurteilt, die jedoch bald beendet werden konnten.

„Das Feedback der Fahrer war bislang, dass es etwas ist, mit dem wir anfangen können zu arbeiten, und das ist ermutigend“, stapelte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bezüglich des neuen W15 recht tief. Dessen Frontflügel hatte kurz für Diskussionen gesorgt, bei der FIA jedoch keine Protestwelle ausgelöst.

Williams mit Sorgen

Die größten Probleme unter der Sonne Bahrains wies indes Williams auf, sowohl die Vormittags- wie auch die Nachmittagstesteinheit war von technischen Pannen überschattet. Erst zeigte das Auto von Alexander Albon ein DRS-Problem, dann machte die Benzinpumpe schlapp. Das Ausrollen nach 40 Runden war kein Ruhmesblatt.

Dagegen drehte Titelverteidiger Verstappen mehr als 140 Runden, ein deutlicher Beweis für die erneute Zuverlässigkeit des neuen Boliden.

Der Holländer wird bei Buchmachern wieder als Favorit für den WM-Titel gehandelt, ein wagemutiger „Fan“ (Formel-E-Boss Dodds, siehe volksblatt.at) setzte sogleich eine Viertelmillion Dollar auf den flotten Max.

Der Countdown läuft

Am Donnerstag gehen die Tests in Bahrain auf Hochtouren weiter, auch am zweiten von drei Testtagen wird von acht Uhr früh bis 17 Uhr MEZ gefahren.

Die Formel-1-Saison 2024 beginnt bereits kommende Woche, ab Donnerstag, 29. Februar, mit den freien Trainings zum Großer Preis von Bahrain am 2. März.

Von Andy Hörhager

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