Freistadt und Vöcklabruck krönen sich zum Faustball-Meister

Mühlviertler Frauen feiern ersten Titel — Dominante Tigers lassen Freistädter Herren keine Chance

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In Enns wurden an diesem Wochenende die Staatsmeistertitel im Hallenfaustball vergeben. Im Finale der Frauen schaffte Freistadt erstmals den Gewinn des Staatsmeistertitels. Bei den Männern war Vöcklabruck für Freistadt eine Nummer zu groß und holte sich souverän den Meisterteller.

Vor ausverkauftem Haus entwickelte sich das Endspiel der Frauen zwischen Freistadt und Nußbach zu einem wahren Krimi. Beide Teams begannen stark und das Match war von Anfang an ausgeglichen.

Nach einem 1:1 in Sätzen machten vermehrte Eigenfehler der Freistädterinnen den Unterschied aus, was zu einem klaren Satzgewinn für Nußbach führte. Nach dem Seitenwechsel wandte sich das Blatt. Nun kämpften die Kremstalerinnen mit Eigenfehlern, Freistadt kam wieder ins Spiel und glich zum 2:2 aus.

Auch der nächste Satz ging an Freistadt, doch Nußbach behielt die Nerven und erzwang den 3:3 Satzausgleich. Im entscheidenden siebten Satz verwandelte die brasilianische Angreiferin Cecilia Jaques den Matchball zum 11:8 und sicherte Freistadt nach einem fast zweistündigen Marathonmatch den ersten Staatsmeistertitel der Vereinsgeschichte.

„Wir haben Jahre lang hart trainiert und sind sehr stolz, dass wir uns heute den Traum vom Staatsmeistertitel erfüllen konnten“, zeigte sich Kapitänin Laura Priemetzhofer überglücklich.

Vöcklabrucker Männer lassen Freistadt keine Chance

Im Endspiel der Männer kam es zum Schlagabtausch zwischen Grunddurchgangssieger Vöcklabruck und Titelverteidiger Freistadt. Gleich im ersten Satz stellte Vöcklabruck-Angreifer Karl Müllehner seine Klasse unter Beweis und punktete nach Belieben. Im zweiten Satz holten sich die Braustädter das Momentum zurück und stellten auf 1:1. Danach spielte Vöcklabruck souverän und holte Punkt um Punkt. Sehr zum Jubel ihrer treuen Fangemeinde, der sogenannten „Gelben Wand“.

Den Matchball verwandelte Maximilian Huemer nach einer Stunde und zehn Minuten zum klaren 4:1 Sieg. „Nach dem Sieg im Grunddurchgang waren wir auch heute Favorit. Das hat sich außer im zweiten Satz im gesamten Spiel gezeigt“, so Vöcklabruck-Kapitän Jakob Huemer. „Unsere Fans waren unglaublich und haben uns enorm gepusht“, so Huemer.

„Das gestrige Halbfinale steckte uns noch in den Knochen. Vöcklabruck war uns haushoch überlegen. Wir sind froh, dass wir auch unsere jungen Kaderspieler einsetzen konnten und freuen uns über Silber“, sagte Freistadt-Kapitän Jean Andrioli.

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