Biathletin Hauser im Hochfilzen-Sprint Zwölfte

Hauser fehlten wenige Sekunden auf Top-Ten-Platz © APA/GEORG HOCHMUTH

Kontiolahti-Siegerin Lisa Hauser hat den Biathlon-Weltcup in Hochfilzen mit einem soliden zwölften Rang im Sprint eröffnet. Die Tirolerin handelte sich am Donnerstag bei Prachtwetter eine Strafrunde ein, ihr Rückstand auf die fehlerlose Siegerin Denise Herrmann-Wick betrug fast 50 Sekunden. Die recht knappen Abstände hinter der überlegenen Deutschen eröffnen ihr in der Verfolgung am Samstag aber Spitzenplatzchancen. Ihre Teamkolleginnen kamen hingegen nicht in die Top 30.

Hauser ärgerte sich über den Fehlschuss im Liegendanschlag, war aber dennoch zufrieden mit dem Auftakt. „Der Fehler ist ärgerlich und ein bisschen schade. Aber für mich ist das Rennen voll in Ordnung. Es ist eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung“, meinte die Lokalmatadorin. Man könne nicht davon ausgehen, immer aufs Stockerl zu laufen, so die in der Vorwoche in Finnland nach durchwachsener Saisonvorbereitung mit ihrem vierten Weltcuperfolg überraschende Massenstartweltmeisterin.

Einige Probleme bereitete Hauser und vielen anderen die rutschige Loipe. „Das Laufen war schwierig. Ich habe den schnelleren Ski genommen, hätte aber den mit mehr Grip nehmen sollen. Es war glatt, ich hatte Gleichgewichtsschwierigkeiten, aber der Speed hätte gepasst“, sagte Hauser zur APA – Austria Presse Agentur.

Den Topspeed in der Loipe gab bei ihrem Weltcup-Debüt die slowenische Ex-Langläuferin Anamarija Lampic vor, die mit drei Strafrunden und 36 Sekunden Rückstand sensationell Fünfte wurde. Olympiasiegerin Herrmann-Wick gewann ähnlich überlegen wie Hauser in Finnland 18 Sekunden vor Marketa Davidova (CZE) und 20 vor Kontiolahti-Verfolgungssiegerin Julia Simon (FRA), die eine Strafrunde verzeichneten. „Das war ein richtig, richtig gutes Rennen. In Hochfilzen ganz oben, das ist wirklich unglaublich“, jubelte Herrmann-Wick.

Zweitbeste Österreicherin war Dunja Zdouc, die ohne Schießfehler 34. wurde. Auch Weltcup-Debütantin Anna Gandler als 51. und Julia Schwaiger mit einer Punktlandung als 60. qualifizierten sich für die Verfolgung. „Ganz zufrieden bin ich nicht. Aber ich bin in der Verfolgung drinnen, das passt ganz gut“, meinte die 21-jährige Gandler, die vor den Augen ihres Vaters Markus Gandler nach acht Treffern noch zwei Strafrunden geschossen hatte. Anna Juppe landete mit ebenfalls zwei Strafrunden nur auf Platz 75.

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Nicht am Start waren die norwegischen Olympiasiegerinnen Marte Olsbu Röiseland und Tiril Eckhoff, die mit Nachwirkungen von Krankheiten kämpfen und noch länger ausfallen. Als zweites von sechs Rennen in Hochfilzen folgt am Freitag (13.45 Uhr/live ORF 1) der Sprint der Männer. Für die restlichen beiden Wettkampftage am Wochenende werden teils kräftige Schneefälle erwartet.

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