Mit Klinsmann muss auch Südkoreas „Co“ Herzog gehen

Herzogs Zeit in Südkorea endet nach fast einem Jahr © APA/EXPA/FLORIAN SCHROETTER

Nach rund einem Jahr und dem Aus im Halbfinale des Fußball-Asien-Cups ist das Abenteuer Südkorea für Co-Trainer Andreas Herzog am Freitag zu Ende gegangen. Wie erwartet, trennte sich der Fußballverband des Landes vom Betreuerstab rund um Chefcoach Jürgen Klinsmann und damit auch vom 55-Jährigen Wiener. „Danke Korea – es war kurz, sehr lehrreich und trotzdem auch sehr schön!!! Alles Gute!“, schrieb Herzog auf Instagram.

Seinem Chef Klinsmann wurden die nicht erfüllten Erwartungen zum Verhängnis, dieser hatte sich den Gewinn des Asien-Cups auf die Fahnen geschrieben. Laut Verbandspräsident Chung Mong-gyu habe der Deutsche zudem die Fähigkeit zur Führung des Teams vermissen lassen. Klinsmann sah sich nach dem Aus im Halbfinale der Kontinentalmeisterschaft in der vergangenen Woche zum Teil heftiger Kritik von Kommentatoren und Fans in Südkorea ausgesetzt.

Die Südkoreaner hatten bei der Endrunde in Katar nach einer schwachen Leistung gegen Außenseiter Jordanien mit 0:2 verloren und dabei kein einziges Mal aufs gegnerische Tor geschossen. In Südkorea hatten Fußballfans später vor dem Verbandsgebäude ein großes Banner entrollt, auf dem sie die Entlassung des Teamchefs forderten.

Klinsmann stand in Südkorea schon vor dem Asien-Cup in der Kritik. Der Weltmeister von 1990 gewann keines seiner ersten fünf Spiele mit den Taeguk Warriors. Auch dass er mehr Zeit im Ausland als in Südkorea verbrachte, wurde nicht gern gesehen. Dass der Einstand in die Qualifikation für die WM 2026 mit zwei Siegen über China und Singapur aber ordentlich verlief, war offenbar zu wenig.

Herzog hatte Anfang März 2023 als „Co“ von Klinsmann angeheuert, dem er bereits von 2012 bis 2016 bei der US-Nationalmannschaft assistierte. 2018 bis 2020 fungierte Herzog als Teamchef von Israel, 2021/22 stieg er als Chefcoach mit der Admira aus der Bundesliga ab.

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