Keine Abfahrt, dafür zwei Super-G in Kvitfjell

Hütter und Venier jagen in Norwegen die führende Schweizerin Gut-Behrami

SKI-WELTCUP IN ZAUCHENSEE: SUPER-G FRAUEN: HUETTER (AUT)

Da am Freitag auch das zweite und letzte Abfahrtstraining abgesagt wurde, findet an diesem Wochenende in Kvitfjell keine Abfahrt der alpinen Ski-Frauen statt. Erneut verunmöglichten anhaltender Schneefall und Nebel auch die zweite Übungsfahrt. Wie der Weltverband FIS danach mitteilte, findet nun stattdessen am Samstag und Sonntag jeweils ein Super-G statt.

Auf der vorletzten Speed-Station in diesem Weltcup-Winter wäre die vorletzte Abfahrt geplant gewesen. Durch die Absage sind die Chancen auf die kleine Abfahrtskugel für Lara Gut-Behrami erheblich gestiegen. 68 Punkte Vorsprung hat die Schweizerin nun auf die erste Verfolgerin Stephanie Venier und 72 auf Cornelia Hütter. Obwohl in diesem Winter bereits sieben Speedbewerbe abgesagt wurden, gibt es auch in Kvitfjell “nur” zwei Rennen. In einer FIS-Umfrage sprach sich die Mehrheit der befragten Nationen gegen drei Rennen aus, nur Österreich und Gastgeber Norwegen hatten dafür votiert. “Ich finde es gut, dass die FIS mit den Verbänden bzw. den Athletinnen kommuniziert. Das ist schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung”, sagte Hütter in ihrem Podcast. Die Steirerin agiert im hohen Norden aus der Jäger-Position heraus. Nur fünf Punkte weniger als Gut-Behrami (360) hat Hütter in der Super-G-Wertung stehen. Auch Venier mischt mit 94 Punkten Rückstand auf die Führende noch mit. Chefcoach Roland Assinger wähnte sein Team nach der Absage des Super-G-Doppels in Val di Fassa “in Schlagdistanz. Wie es ausschaut, wird sich alles auf Hinterglemm zuspitzen.” Können alle Rennen stattfinden, was nach den Freitag-Prognosen unwahrscheinlich erschien, wären in der Theorie noch 300 Punkte zu holen.

Im Gesamtweltcup könnte Gut-Behrami in Kvitfjell ihre Führung entscheidend ausbauen. Bei noch acht ausständigen Rennen beträgt ihr Vorsprung gegenüber Mikaela Shiffrin (USA) 205 Punkte.

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