ÖSV-Kombinierer in Seefeld neben dem Podest

Lamparter verpasste in der Tiroler Sonne einen Podestplatz © APA/GEORG HOCHMUTH

Die ÖSV-Kombinierer haben es nach acht Weltcup-Podestplätzen in Serie am Samstag in Seefeld nicht auf das Stockerl geschafft. Johannes Lamparter fiel vom zweiten Sprungrang im 10-km-Langlauf auf den fünften Platz zurück. Stefan Rettenegger wurde vor 3.900 Fans Sechster. Der Salzburger hatte die Verfolger an Lamparter herangeführt, im Schlussspurt um Platz zwei zog er wie der Tiroler aber den Kürzeren. Der Sieg ging wieder an den überlegenen Norweger Jarl Magnus Riiber.

Bei seinem zehnten Saisonsieg gewann Riiber nach deutlicher Sprungführung unangefochten vor seinen Landsmännern Jörgen Graabak und Jens Luraas Oftebro. Der langjährige Dominator feierte seinen bereits 67. Weltcup-Erfolg, es war der sechste in Serie. Sein dritter Gesamtsieg beim Triple in Tirol wird ihm am Sonntag kaum noch zu nehmen sein.

Der am Freitag unmittelbar nach zweiwöchiger Krankheitspause noch drittplatzierte Lamparter kam in der letzten der vier Runden bei frühlingshaften Verhältnissen nicht mehr mit Graabak und Co. mit. „Läuferisch geht es noch schwer von der Hand. Das Podium war greifbar, aber dafür waren die anderen heute besser“, sagte der Triple-Titelverteidiger zur APA – Austria Presse Agentur. Sein Motto vor dem Schlusstag: „Abhaken, daraus lernen und noch einmal angreifen.“

Rettenegger bedauerte seine vom 14. Rang aus gestartete, offensive und letztlich unbelohnte Renngestaltung nicht. „Ich habe mich richtig gut gefühlt, es war ein engagiertes Rennen, sehr offensiv. Die anderen waren an Schluss extrem stark. Schade, aber ich bin trotzdem zufrieden, ich habe vorne mitfighten können“, sagte der vor dem Heimweltcup fünfmal in Serie auf dem Podest gelandete Salzburger an seinem 22. Geburtstag.

ÖSV-Trainer Christoph Bieler war gar nicht begeistert vom taktischen Verhalten Retteneggers. Durch dessen Initiative hatte eine größere Gruppe um die bekanntlich sehr starken Läufer Graabak an das Duo Lamparter und Eero Hirvonen (FIN) aufschließen können. „Sicherlich hat es taktisch nicht so schlau ausgeschaut, wir hatten einen Mann vorne. Wir werden das definitiv besprechen, aber nicht überthematisieren“, sagte Bieler. Es werde keinen Rüffel geben, die Renngestaltung gehöre aber definitiv analysiert. „Man muss das doch einmal durchbesprechen, damit man gewisse Sachen vielleicht schlauer anlegt.“

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Es sei aber auch positiv zu bewerten, dass junge Sportler die Initiative ergreifen. Bieler: „Grundsätzlich bin ich froh, wenn sie in die Offensive gehen und nach vorne wollen. Es gehört auch Mut dazu. Aber man sollte es trotz der Erfolge von jungen Athleten besprechen, damit man diese Sachen beim nächsten Mal besser macht.“

Retteneggers nicht so laufstarker Bruder Thomas fiel nach dem dritten Zwischenrang im Springen erwartungsgemäß zurück, er belegte Rang 17. Drittbester Österreicher war Lukas Greiderer als Zwölfter. Am Sonntag folgt der Triple-Abschluss mit einem weiteren Normalschanzenbewerb samt Langlauf über 12,5 km.

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