Luckenenders Goldtor beendete viermonatige LASK-Durststrecke

Felix Luckeneder bejubelt seinen Treffer zum 1:0. © APA/EXPA-Eisenbauer

Nach knapp viermonatiger Durststrecke hat der LASK am Ostersonntag wieder einen Erfolg bejubeln dürfen. Die Linzer bezwangen „Lieblingsgegner“ Austria Klagenfurt in der 24. Runde der Fußball-Bundesliga zuhause mit 1:0 (0:0). Zum Matchwinner avancierte Abwehrspieler Felix Luckeneder per Kopf (58.). Mit dem ersten Dreier seit 9. Dezember festigte der LASK auch Platz drei in der Meistergruppe.

Einen Zähler liegen die Linzer vor den ebenfalls siegreichen Rapidlern (3:0 in Hartberg). Klagenfurt musste nach dem 0:4 in Graz die nächste Niederlage einstecken und verweilt punktgleich mit Hartberg auf Rang fünf der Meistergruppe. Der LASK bleibt das einzige Bundesliga-Team, das die Kärntner noch nicht besiegen konnten.

LASK erneut ohne Zulj

Trainer Thomas Sageder musste abermals Robert Zulj vorgeben. Der LASK-Kapitän fehlte 2024 bereits erkrankt, blessiert oder gesperrt. Diesmal verhinderte eine auch in der Länderspielpause nicht vollständig auskurierte Knieverletzung den Einsatz des neunfachen Saisontorschützen.

Aufseiten der Klagenfurter war Sinan Karweina wieder mit von der Partie. Der Goalgetter pausierte die vergangenen drei Partien aufgrund einer Muskelverletzung.

Bei frühsommerlichen Temperaturen in Linz sahen die 9.400 Zuschauer zunächst eine körperlich robust geführte Partie ohne die großen Torchancen. Der LASK verbuchte zwar mehr Spielanteile, wirkte offensiv bis auf einen zu zentralen Kopfball von Felix Luckeneder (25.) ideenlos. Klagenfurt stand defensiv auch ohne den erstmals in der Saison abwesenden Nicolas Wimmer kompakt und lauerte auf Umschaltsituationen.

Erst in den Minuten vor der Pause nahm die Partie ein wenig an Fahrt auf. Sascha Horvath scheiterte aus spitzem Winkel an Klagenfurt-Tormann Philip Menzel (38.). Auf der Gegenseite parierte LASK-Keeper Tobias Lawal zwei Mal gegen Hannover-Leihgabe Max Besuschkow (43.).

In Hälfte zwei dynamischer

Ohne personelle Umstellungen, aber deutlich dynamischer und aktiver startete der LASK in die zweite Hälfte. Florian Flecker (47.) und Elias Havel (50.) näherten sich dem ersten Treffer an.

Diesem kam Karweina im Gegenzug äußerst nahe. Der herausstürmende Lawal verhinderte aber den Einschlag und den elften Saisontreffer des Klagenfurter Angreifers (52.). Der LASK hielt den Druck dennoch weiter hoch und belohnte sich mit dem ersten Torerfolg seit dem 2:2 gegen Klagenfurt am 11. Februar. Eine Horvath-Ecke versenkte Luckeneder per Kopf im langen Eck. Der Treffer gab den Linzern sichtlich Auftrieb, wenige Augenblicke später verpasste Moses Usor das 2:0 nur um Zentimeter (60.).

Nach ereignisreichen Anfangsminuten der zweiten Hälfte beruhigte sich das Spielgeschehen. Klagenfurt gab sich keinesfalls geschlagen, agierte viel mit langen Bällen, Karweina und Co. blieben aber bis zum Schlusspfiff ungefährlich. In der Nachspielzeit blieb die Pfeife von Schiedsrichter Julian Weinberger bei einem Zweikampf zwischen Christopher Wernitznig und Lenny Pintor im Klagenfurter Strafraum stumm.

Erleichterung im Lager des LASK

„Dieser Sieg war enorm wichtig für uns und tut uns allen unheimlich gut. Man hat zu Beginn die fehlende Selbstsicherheit gemerkt. Wir sind aber geduldig geblieben und haben uns mit dem Tor und drei Punkten belohnt. In der Länderspielpause haben wir sehr viel im Bereich der Standardsituationen gearbeitet, wir sind sehr froh, dass sich das heute bezahlt gemacht hat“, war LASK-Trainer Thomas Sageder erleichtert.

Auch Torschütze elix Luckeneder war erleichtert: „Mit dem Tor ist sehr viel abgefallen. Man sieht, dass noch einige Luft nach oben ist. Aber es war wichtig, dass wir den ersten Dreier eingefahren haben. Der tut gut für das Selbstvertrauen.“

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