Mühlviertler E&S-Rennstall mischt im Lavanttal mit

Freistdäfdter bringen zwei Autos an den Start, pilotiert von Martin Roßgatterer und Simon Seiberl

Martin Roßgatterer will im Lavanttal wieder vorne mitfliegen, diesmal jedoch ohne Überschlag
Martin Roßgatterer will im Lavanttal wieder vorne mitfliegen, diesmal jedoch ohne Überschlag © E&S-Motorsport

Die Lavanttal-Rallye mit Ausgangspunkt in Wolfsberg in Kärnten ist der dritte Lauf zur Rallye-Staatsmeisterschaft 2024. Das E&S-Duo Martin Roßgatterer und Jürgen Heigl bewies mit Sonderprüfungsbestzeiten schon bei den beiden bisherigen Rallyes im Mühlviertel und im Rebenland, dass viel Potenzial im von E&S Motorsport eingesetzten Citroën C3 Rally2 steckt. Das möchten sie nun auch in ein gutes Ergebnis ummünzen.

Die Platzierungen im Spitzenfeld sind in dieser Saison ganz besonders umkämpft, bestätigt Heigl: „Wir haben heuer ein qualitativ starkes Starterfeld – sechs, sieben Rally2-Piloten können jederzeit aufs Stockerl fahren.“ Dazu gehört auch Heigls Chauffeur Roßgatterer: „Er hat schon mehrfach gezeigt, dass er ein schneller Fahrer ist, obwohl er erst relativ spät mit dem Sport angefangen hat. Das Talent ist da, jetzt braucht es noch die dazugehörige Routine, um konstant vorne mitzufahren.“

In der Topklasse der Rally2-Autos will Martin Roßgatterer dieses Mal unbedingt die Rallye ohne größere Zwischenfälle absolvieren. Sein WM-erfahrener Copilot Jürgen Heigl weiß, worauf es ankommt: „Wir sind zweimal unglücklich am Dach gelegen. Jetzt geht es darum, wieder Ruhe hineinzubekommen und sich nicht um Zehntelsekunden zu kümmern.“

Freistädter Rennstall

Die Crew von E&S Motorsport ist jedenfalls gerüstet, wie Teamchef Dominik Senegacnik berichtet: „Wir haben ‚Rossis‘ Citroën in zwei Wochen runderneuert und sind jetzt wieder startklar.“ Von Heigl gibt es für das junge Team viel Lob: „Dominik Senegacnik ist selber Racer, und versteht, was für uns wichtig ist. Auch vor Ingenieur Michal Lank ziehe ich den Hut, was der für Setups aus dem Stand heraus hinbekommt …“

Für E&S-Pilot Simon Seiberl (Peugeot 208 Rally4) und seinen Copiloten Florian Haderer geht es im Lavanttal darum, die gute Ausgangslage im Rennen um den Meistertitel in der 2WD-Wertung zu behalten. Für die 13 Sonderprüfungen erwartet Seiberl erneut herausfordernde Verhältnisse: „Die Straßen sind genauso schmal und es geht genauso weit runter wie letztes Mal im Rebenland. Nur diesmal sind die Straßen noch holpriger und es ist auch noch Schotter mit dabei.“

Die rund 20 Kilometer auf losem Untergrund bringen zusätzliche Würze in die Gesamtdistanz von gut 380 Kilometern. Der Plan für den 21-Jährigen ist klar: „Ich will durchfahren. Mit zehn Punkten Vorsprung auf Raphael Dirnberger in der Meisterschaft muss ich nicht jetzt schon mein letztes Hemd geben.“

Im Mai wartet für E&S Motorsport bereits die nächste Premiere, denn mit der Krumau-Rallye in Südböhmen steht der erste Einsatz außerhalb Österreichs am Programm: „Wir haben schon zahlreiche internationale Anfragen, die wir in Krumau unweit von unserer Heimat in Freistadt erstmals bedienen werden“, verriet Teamchef Senegacnik.

Zunächst gilt die volle Konzentration aber noch der Lavanttal-Rallye, die mit dem Shakedown am 4. April beginnt. Der Zeremonienstart erfolgt am Wolfsberger Rathausplatz um 18 Uhr. Der erste Rallyetag startet Freitag um 14 Uhr und endet erst in der Nacht, bevor es schon Samstagmorgen wieder weitergeht. Zieleinfahrt ist am 6. April kurz vor 18 Uhr am Marktgelände in Wolfsberg.

E&S Motorsport

Der Automobil-Händler und -Dienstleister E&S Motors aus Freistadt bringt 2024 ein eigenes Motorsport-Team an den Start. Einsatzgebiete sind die österreichische Rallye-Meisterschaft und die Rallycross-Europameisterschaft. Kunden können auf Fahrzeuge aus der Stellantis-Markenwelt zurückgreifen, darunter der Citroën C3 „Rally2“ mit einem fast 300-PS-starken 1,6-Liter-Vierzylinder-Motor und Allradantrieb.

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