„Nicht dort, wo wir sein wollen“

Linzer Event setzt Akzente in Sachen Frauen- und Mädchen-Förderung

Turnierdirektorin Sandra Reichel, Frauenministerin Susanne Raab, ÖTV-Präsident Magnus Brunner und Turnier-Botschafterin Barbara Schett setzen sich für die Frauen-Förderung im Sport ein.
Turnierdirektorin Sandra Reichel, Frauenministerin Susanne Raab, ÖTV-Präsident Magnus Brunner und Turnier-Botschafterin Barbara Schett setzen sich für die Frauen-Förderung im Sport ein. © Getty Images/Florian Scheuber

Während die österreichischen Tennis-Damen der Weltklasse derzeit weit hinterherhinken, hält sich das „Upper Austria Ladies“ dort seit 30 Jahren. Und diese Strahlkraft will die bedeutendste Frauen-Sport-Veranstaltung des Landes nutzen, um den Damensport zu fördern.

Am Sonntag wurden die ersten 100 von „1000 Schläger für 1000 Mädchen“ übergeben, am Donnerstag stand der Start der Aktion „Ladies.in Sport & Business“ am Programm.

„Wie zur Schule zu gehen, sollte man auch Sport betreiben“, betonte Turnierdirektorin Sandra Reichel, die in diesem Bereich selbst ein „Role Model“ ist — als nur eine von zwei weiblichen Chefs eines ATP-Turniers, jenem in Hamburg.

Tennis als Vorreiter

„Wir brauchen solche Vorbilder für die Jugend — in allen Lebensbereichen“, erklärte auch Frauen-Ministerin Susanne Raab. Barbara Schett ist da so eines — als Sportlerin und in Sachen TV-Moderation, noch immer eine Männerdomäne. Sie würde sich mehr gemeinsame Events von Frauen und Männern wünschen und eine Angleichung des Preisgeldes — wie es etwa schon bei den Grand Slams passiert ist.

Aber Geld ist längst nicht alles. Auch in den Ehrenämtern im Sport finden sich immer noch überwiegend Männer — was vor allem daran liegt, dass diese meist nicht sehr familienfreundlich sind. „Wir sind in Sachen Gleichstellung noch lange nicht dort, wo wir sein wollen“, bekannte Raab folgerichtig. Hier möchte der Tennisverband eine Vorreiterrolle einnehmen und startet am Freitag das Projekt „Ladies im Tennis“

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