Rapid mit Krampf und wenig Glanz ins Cup-Halbfinale

Jubel nach dem Eigentor von Ramsebner auf Rapid-Seite © APA/MAX SLOVENCIK

Der SK Rapid hat mit Schwierigkeiten den Aufstieg ins Halbfinale des ÖFB-Cups gepackt. Die Wiener setzten sich am Sonntagabend im Allianz Stadion gegen den Zweitligisten SKN St. Pölten mit 3:1 (1:1) durch. Nach zwei Hand-Elfmetern in der ersten Hälfte brachte nach dem Seitenwechsel ein Eigentor von St. Pöltens Christian Ramsebner die Entscheidung. Gegner und Spielort erfahren die Cup-Semifinalisten in einer Woche.

Ex-Rapidler Stefan Nutz schockte die Heimischen in der 11. Minute mit der Gäste-Führung aus einem Elfmeter. Dem vorausgegangen war eine fragwürdige Hands-Entscheidung der Offiziellen, die Maximilian Hofmann als Übeltäter erkannten. In der 35. Minute glich Marco Grüll ebenfalls per Hands-Elfmeter aus. In der 77. Minute brachte der unglückliche Abwehrversuch von Ramsebner Rapid auf die Siegerstraße, Matthias Seidl (93.) traf zum Drüberstreuen.

Bereits ins Halbfinale aufgestiegen waren Titelverteidiger Sturm Graz, Red Bull Salzburg und Zweitligist DSV Leoben. Die Auslosung findet am 11. Februar live auf ORF 1 statt. Ausgespielt wird das Halbfinale nach Ostern Anfang April.

Vor 15.200 Zuschauern und Zuschauerinnen präsentierte sich St. Pölten zunächst als von Trainer Philipp Semlitsch perfekt eingestellte Einheit, die Rapid mit aggressivem Pressing und gutem Positionsspiel regelrecht überfiel. Darauf wussten die im blau-rotem Jubiläumstrikot angetretenen Grün-Weißen keine Antwort.

Die Führung spielte den Niederösterreichern zusätzlich in die Karten, kam sie doch etwas glücklich zustande. Der entscheidende Angriff von Kévin Monzialo über die rechte Seite folgte zunächst einem harten Einsteigen des Franzosen gegen Jonas Auer. Bei der Flanke von Monzialo traf der Ball Hofmann, der mit angelegten Armen wegsprang, am rechten Ellenbogen. Schiedsrichter Alexander Harkam lauschte minutenlang den Ausführungen des VAR am Ohr und zeigte dann auf den Punkt. Nutz traf bei seinem Comeback nach einem Kreuzbandriss flach ins linke Eck.

Video
Ich möchte eingebundene Social Media Inhalte sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) übertragen. Diese Einstellung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in der Datenschutzerklärung oder unter dem Menüpunkt Cookies geändert werden.

Rapid brauchte eine gewisse Zeit, um in Fahrt zu kommen. Die ersten Chancen verzeichneten Grüll (14./Volley) und Seidl (26./Flachschuss). Nach einer halben Stunde gab es auch im Strafraum der St. Pöltner Elfmeter-Alarm. Harkam schritt diesmal selbst zur Bildschirm-Kontrolle und entschied nach Handspiel von Dirk Carlson wieder auf Elfmeter, den Grüll verwandelte. Spätestens ab da hatte das Heimteam die Kontrolle über die Partie und näherte sich durch Lukas Grgic (38.) und Leopold Querfeld (40./Kopfball) der Führung an.

Nach der Pause blieb Rapid dominant, wobei der berühmte letzte Pass nicht gelingen wollte. Guido Burgstaller (54.) traf nach einer Kombination über mehrere Stationen den Ball nicht richtig. Ein Seidl-Abschluss (55.) wurde abgeblockt, Hofmanns Kopfball (57.) fiel zu harmlos aus. Danach nahm das Intensitätslevel etwas ab. Auch der 17-jährige Jovan Zivkovic brachte bei seinem Pflichtspiel-Debüt bei den Profis nicht die zündenden Ideen.

Doch wo Rapid spielerisch die Lösungen fehlten, sorgte das Eigentor von Ramsebner, der den Ball nach Grüll-Hereingabe mit dem Schienbein ins Netz schlug, für das 2:1. St. Pölten fehlte anschließend die Kraft, um das Ruder noch herumzureißen. Seidl sorgte in der Nachspielzeit für den Endstand.

Das könnte Sie auch interessieren