Saisonstart in Formel 1 steht vor der Absage

Ein McLaren-Mitarbeiter hat Coronavirus — ORF-Mann Hausleitner schildert Eindrücke

Esteban Ocon kam am Donnerstag mit Atemschutzmaske nach Melbourne © AFP/West

Dorthin ist der Oberösterreicher zu Wochenbeginn gereist, denn in Melbourne soll am Sonntag (6.10 Uhr/MEZ) der Auftakt der Formel-1-Saison 2020 erfolgen.

Die Hausleitner wieder in bewährter und bei den Zuschauern höchst beliebter Manier mit dem Ex-Piloten Alexander Wurz kommentieren wird.

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Ob tatsächlich gefahren wird, scheint nach dem ersten bestätigten Fall im Team von McLaren und weiteren Verdachtsfällen bei Haas zwar zweifelhaft, der Internationale Automobil-Verband (FIA) konnte sich aber bis 3 Uhr Ortszeit noch immer zu keiner Absage durchringen.

McLaren hat sein Team zurückgezogen

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Mit der Hausleitner aber durchaus noch rechnet: „Ross Brawn (Sportdirektor der Formel 1/Anm.) hat ja gesagt. Wenn ein Team nicht fahren kann, dann fahren wir alle nicht“, so Hausleitner im Gespräch mit dem VOLKSBLATT. Und McLaren hat sein Team nach Bekanntwerden des positiven Tests bei einem Mitarbeiter zurückgezogen. Denn das Prozedere ist klar. Gibt es einen Fall, muss das gesamte Team in Quarantäne. „Die Mechaniker sind ja ständig zusammen, arbeiten und essen gemeinsam“, so Hausleitner.

Die von Sechsfach-Weltmeister Lewis Hamilton getätigte Kritik an der Königsklasse des Motorsports habe Hausleitner gefallen: „Ich rechne es ihm hoch an, dass er so klare Worte gefunden hat, denn das ist das, was eigentlich alle denken, aber keiner laut ausspricht“, so der 51-Jährige.

Wenige Maßnahmen, aber viel Rahmenprogramm

Was ihm sonst in den letzten Tagen in Australien aufgefallen ist? „Es hat mich schon sehr gewundert, dass der Pit-Walk ganz normal stattgefunden hat, dass am Mittwoch das Fest mit den Volunteers und vielen Kindern nicht abgesagt wurde.“

Lediglich für die Fahrer hätte es einige Maßnahmen wie die Absage der Autogrammstunden und einen Sicherheitsabstand bei Interview gegeben. „Aber dafür stehen auf der anderen Seite der Linie 30 Journalisten auf engstem Raum“, weiß Hausleitner, der in seine bereits zwölfte Saison als Chefkommentator geht. Sollte doch gefahren werden, dann ist die Ausgangslage für ihn klar.

„An Mercedes führt kein Weg vorbei“

„An Mercedes führt kein Weg vorbei, sie haben nach wie vor das beste Auto, sind das Maß der Dinge. Deshalb ist Lewis Hamilton mein WM-Tipp, der absolute WM-Favorit“, so Hausleitner. Dahinter glaubt er, dass Red Bull mittlerweile an Ferrari vorbeigezogen und die Nummer zwei im Feld ist. „Aber ich denke nicht, dass Red Bull Mercedes über die ganze Saison schlagen kann.“

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