Salzburg und LASK wollen wieder auf die Siegerstraße

Salzburg feierte zuletzt drei Kantersiege gegen Austria Lustenau © APA/APA (Archiv)/DIETMAR STIPLOVSEK

Fußball-Serienmeister Red Bull Salzburg wartet in diesem Bundesliga-Frühjahr nach zwei 1:1 noch auf einen Sieg. Das soll sich in der 20. Runde am Samstag im Heimspiel gegen Schlusslicht Austria Lustenau ändern. Der LASK spielt daheim gegen den Wolfsberger AC ebenfalls um den ersten Sieg im neuen Jahr. Und auch Hartberg will in Altach drei Punkte holen, um einen weiteren Schritt in Richtung Meistergruppe zu machen. Anpfiff ist jeweils um 17.00 Uhr.

Die Statistik der Salzburger gegen Lustenau könnte kaum besser aussehen. Die vergangenen drei Duelle haben die „Bullen“ mit 6:0 und zweimal 4:0 jeweils klar gewonnen. Ein weiterer Kantersieg wäre Balsam für den zuletzt offensiv schwächelnden Tabellenführer, dem Sturm Graz (am Sonntag bei WSG Tirol) mit zwei Zählern Rückstand im Nacken sitzt. Salzburg-Trainer Gerhard Struber sah die Vorarlberger unter Neo-Trainer Andreas Heraf in der Defensive zuletzt „stabiler“.

„Sie wollen alles unter Beweis stellen, um hier eine Mauer aufzuziehen. Es ist wichtig, eine hohe Frequenz zu gehen in unserer Art und Weise, um diese Mauer ins Bröckeln zu bringen“, sagte Struber im Vorfeld. Er muss möglicherweise auf die angeschlagenen Peter Ratkov und Andreas Ulmer verzichten, dafür hat er Amar Dedic, Karim Konate und Dorgeles Nene wieder zur Verfügung.

Lustenau-Coach Heraf muss den gesperrten Abwehrmann Darijo Grujcic vorgeben. Trotzdem trat er die Fahrt nach Salzburg am Freitag ohne großen Druck an. „Das ist ganz besonders das Spiel, in dem wir gar nichts zu verlieren haben“, erklärte Heraf. Blau-Weiß Linz hätte aber gezeigt, wie man gegen die Bullen etwas holen könne. Dem Aufsteiger gelang im September ein 1:0-Auswärtssieg und vergangenen Samstag daheim ein 1:1. „An einem guten Tag und mit etwas Glück ist immer etwas möglich“, sagte Heraf.

Der LASK will zum Stadionjubiläum endlich den Turbo zünden. In drei Pflichtspielen noch ohne Sieg peilen die drittplatzierten Athletiker gegen den WAC genau ein Jahr nach der Eröffnung der Raiffeisen Arena den ersten vollen Erfolg an. „Wir wollen endlich zuhause im Frühjahr drei Punkte holen“, kündigte Trainer Thomas Sageder an. Dass der erkrankte Toptorschütze Robert Zulj auch diesmal fehlen könnte, macht die Aufgabe nicht leichter. „Wir wollen auch ohne Robert flexibler sein“, sagte Sageder.

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Für die um die Meistergruppe ringenden Gäste steht viel auf dem Spiel. „Wir wollen punkten“, kündigte Coach Manfred Schmid an. Die Wolfsberger rangieren drei Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs zwei Zähler hinter dem Sechsten Rapid auf Platz acht. „Das Ziel sind nach wie vor die Top sechs. Dafür brauchen wir wahrscheinlich zwei Siege und ein Unentschieden“, mutmaßte Schmid.

Mit 30 Punkten nach 19 Runden haben die Hartberger ihrem Trainer Markus Schopp in dieser Saison schon viele schöne Momente beschert. Mit einem Auswärtssieg beim auf Rang zehn liegenden SCR Altach soll ein weiterer dazu kommen. Der wäre gleichbedeutend mit einem idealen Geburtstagsgeschenk für den Steirer, der seit Donnerstag 50 Jahre alt ist, und einem Riesenschritt in Richtung Einzug in die Meistergruppe der besten sechs Teams. Der Siebente Austria Wien hat drei Punkte weniger. „Ich glaube, die Mannschaft ist davon überzeugt, dass wir einen wichtigen Schritt in Altach gehen können“, sagte Schopp.

Die Altacher haben bisher 13 Punkte weniger gesammelt als Hartberg, zuletzt gab es vier sieglose Pflichtspiel-Auftritte. 2024 hätte allerdings sowohl beim 1:1 gegen Blau-Weiß Linz als auch beim 1:2 bei der Wiener Austria mehr herausschauen können. „Wir haben es in den letzten zwei Spielen richtig gut gemacht, aber es fehlt das Erfolgserlebnis. Es warten alle drauf, dass wir den Bock umstoßen und wir werden alles daran setzen, dass es jetzt gegen Hartberg ist“, sagte Altach-Trainer Joachim Standfest. Dafür sei eine bessere Effizienz genauso nötig wie ein besseres Abwehrverhalten. Ein Schlüssel zum Erfolg sollen auch Standardsituationen sein. „Da sind wir richtig gefährlich, da haben wir gewisse Vorteile“, meinte der 43-Jährige.

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