Skispringer Hörl in Lahti Fünfter – Kraft nur auf Platz 49

Kraft wurde vom Winde verweht © APA/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Stefan Kraft hat am Freitag zum erst zweiten Mal in der laufenden Saison des Skisprung-Weltcups die Punkteränge verpasst. Der Weltcup-Gesamtführende konnte am Freitag in Lahti auf der Großschanze bei schwierigen Windbedingungen einen Sturz gerade noch vermeiden und kam über Platz 49 nicht hinaus. Der Sieg ging an den Slowenen Lovro Kos, der vor dem Deutschen Andreas Wellinger und dem Japaner Ryoyu Kobayashi triumphierte. Jan Hörl belegte als bester ÖSV-Springer Rang fünf.

Kraft ging im ersten Durchgang nach dem Absprung aufgrund einer Windböe der linke Ski weg, eine frühe Landung bei nur 105 Metern war die Folge. Der Saisondominator hatte zuvor nur am 3. Februar in Willingen als 39. die Qualifikation für den 2. Durchgang verpasst. Auch damals hatte ihm das Wetter – Wind und Regen – einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Es hat sich nach sehr viel Seitenwind oben raus angefühlt, ich habe nie wirklich ein Flugsystem gekriegt, was zweimal vorher super funktioniert hat“, sagte der 30-jährige Salzburger, der zuletzt im Oberstdorf-Skifliegen seinen 40. Weltcup-Sieg gefeiert hatte.

Er habe gefühlt Ähnliches gemacht wie in der Qualifikation, die er zuvor gewonnen hatte. „Irgendwie habe ich dann eine Böe erwischt, dann geht es im Skispringen sehr schnell. Das ist sehr, sehr bitter.“ Im Gesamt-Weltcup schrumpfte der Vorsprung von Kraft (1.546 Punkte) auf Kobayashi (1.277). Hörl ist mit 800 Zählern weiter Vierter. Der 25-Jährige sorgte mit 136 Metern für den weitesten Sprung des Tages, berührte dabei mit dem Gesäß aber den Schnee und bekam somit niedrige Haltungsnoten, die eine Podestplatzierung verhinderten.

„Es waren grundsätzlich Sprünge auf sehr hohem Niveau. Der Zweite war mega, ich habe da auch ein bisschen Glück auf meiner Seite gehabt und es ausgenützt. Bis auf die Landung war alles sehr cool“, resümierte Hörl. Daniel Tschofenig fiel in der Entscheidung vom dritten auf den siebenten Platz zurück, Michael Hayböck von Halbzeit-Rang zwei auf 16 und damit unmittelbar hinter Manuel Fettner.

Freuen durfte sich hingegen Stephan Embacher über Rang zehn und damit seine erste Top-Ten-Platzierung im Weltcup. „Es waren sehr gute Sprünge, ich bin sehr zufrieden, kann nur happy sein. Es war ein cooler Start ins Wochenende“, verlautete der 18-Jährige. Am Samstag folgt ein Teambewerb, am Sonntag ein weiterer Einzelbewerb.

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