Ski-Adler Kraft gewinnt auch in Lillehammer – Tschofenig 3.

Höhenflug des Salzburgers hält an © APA/NTB/GEIR OLSEN

Stefan Kraft hat seine beeindruckende Frühform auch nach Lillehammer mitgebracht. Der Salzburger gewann dort am Samstag das Weltcup-Skispringen auf der Normalschanze und hat damit die ersten drei Saisonbewerbe für sich entschieden. Hinter Kraft, der mit 104 m und 92,5 m nicht zu schlagen war, landeten der Deutsche Andreas Wellinger (-5,0 Punkte) und der Kärntner Daniel Tschofenig (-9,4) auf den Plätzen zwei und drei. Am Sonntag wird von der Großschanze gesprungen (17.00 Uhr).

Kraft ließ sich weder von Temperaturen um -15 Grad noch von schwierigen Rückenwindbedingungen, die immer wieder zu Verzögerungen führten, irritieren. Der 30-Jährige sprang der Konkurrenz schon mit seinem ersten Satz davon und ließ im Finale nichts mehr anbrennen, obwohl vor den letzten beiden Springern noch einmal länger unterbrochen werden musste. „Ich bin oben, das muss ich ehrlich zugeben, unrund geworden. Wenn man vor den besten zwei noch mal die Luke verlängert, dann weiß man, es geht jetzt sicher gerade nicht gut“, sagte Kraft.

„Ich habe gehofft, dass ich noch einen sauberen Sprung zusammenbringe. Das ist Gott sei dank geglückt, ich bin megahappy mit dem Sieg jetzt“, war der ÖSV-Adler erleichtert. Für Kraft war es der 33. Weltcupsieg, in der Saisonwertung hält er bei der Maximalpunktzahl von 300.

Tschofenig (97,5/94 m) wiederum verbesserte sich im zweiten Durchgang noch von Rang fünf auf drei und schaffte damit seinen ersten Podestplatz in diesem Winter. „Das gibt jetzt echt Auftrieb für die Saison. Der zweite Sprung war jetzt schon richtig lässig. Wenn man sieht, dass man vom Krafti und vom Wellinger ein paar Punkte abknappern kann, dann ist das ein gutes Zeichen“, sagte der 21-Jährige, der aber noch mehr will, erfreut. „Ich habe eine sehr gute Konstanz drinnen. Jetzt muss ich geduldig bleiben, weil Krafti ist gerade unschlagbar. Aber irgendwann kommt die Zeit und wenn ich so weitermache, könnte es irgendwann in der Saison so richtig gut werden.“

Das ganze ÖSV-Team wusste am Samstag in Norwegen zu überzeugen. Manuel Fettner wurde Fünfter, Jan Hörl Siebenter. Michael Hayböck belegte Rang 13, Daniel Huber landete bei seinem Weltcup-Comeback nach langer Verletzungspause auf Platz 22. Der Skisprung-Weltcup bleibt damit weiterhin fest in deutschsprachiger Hand, in den Top 7 klassierten sich vier Österreicher und drei Deutsche. Der Slowene Anze Lanisek war als Achter quasi „best of the rest“. Im Nationencup übernahm Österreich die Führung vom DSV.

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