„Stehen verdient am letzten Platz“

Aber keine Trainerdiskussion bei Ried nach verlorenem Kellerduell

Ried hatte gegen Altach einmal mehr das Nachsehen, nach der vierten Pleite in Serie hängt die Rote Laterne im Innviertel.
Ried hatte gegen Altach einmal mehr das Nachsehen, nach der vierten Pleite in Serie hängt die Rote Laterne im Innviertel. © APA/EXPA/Hackl

Während die Altach-Anhänger trotz nass-kalten Wetters den 3:2-Auswärtserfolg oberköperfrei feierten, schickten die Rieder Fans die „Wikinger“ mit einem Pfeifkonzert in die Kabine.

Viele taten nach dem achten sieglosen Spiel und dem Rückfall auf den letzten Platz in der Fußball-Bundesliga auch ihren Unmut in Richtung Trainer Christian Heinle kund.

Doch Präsident Roland Daxl wischte im Gespräch mit dem VOLKSBLATT jede Trainerdiskussion vom Tisch: „Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, wird Christian Heinle gegen den WAC auf der Bank sitzen.“ Nachsatz: „Aber wir hinterfragen alles.“

Wertlose Traumtore

Dass dennoch bald Ergebnisse nötig sind, weiß Heinle. „Wenn ich nächste Woche nicht mehr Trainer bin, kann ich es verstehen“, betonte der 37-Jährige, sagte aber auch: „Ich kann das Ruder herumreißen und werde alles dafür tun.“ Bis zur Halbzeit sah es schon gegen Altach danach aus.

Den frühen Schock des Gegentors durch den Ex-Rieders Adthe Nuhiu per Kopf (4.) verdauten die Hausherren rasch. Leo Mikic mit einem Prachtschuss ins Kreuzeck (8.) und Philipp Pomer mit einem Volley von der Strafraumgrenze (24.) sorgten mit Traumtoren für die Halbzeit-Führung.

Doch anstatt mit breiter Brust aufzuspielen, folgte ein Leistungsrückfall, und Alexis Tibidi (53.) und Johannes Tartarotti (70.) bestraften die Schnitzer in der Ried-Abwehr. „Solche individuellen Fehler kannst du dir in der Bundesliga nicht erlauben“, kritisierte Heinle seine Akteure.

Die beste Gelegenheit auf den Ausgleich hatte „Joker“ Seifedin Chabbi per Kopf (91./Oberkante Latte).

Mittelfeldspieler Stefan Nutz war — wie die gesamte Elf — bedient: „Zu billige Tore bekommen, zu wenige Torchancen herausgespielt. Jetzt stehen wir verdient auf dem letzten Platz“, meinte der 30-jährige Routinier geknickt.

Von Tobias Hörtenhuber

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