Steu/Koller siegen bei Weltcupcomeback, Egle zum zweiten Mal

Thomas Steu und Lorenz Koller ist das Comeback im Rodel-Weltcup perfekt gelungen. Die Gesamtsieger von 2020/21 im Doppelsitzer-Bewerb feierten am Samstag in Altenberg mit minimalem Vorsprung ihren neunten Weltcupsieg, nachdem sie wegen einer Fußverletzung von Steu die zwei Renn-Wochenenden in Sotschi verpasst hatten. Madeleine Egle raste bei den Frauen zu ihrem zweiten Karriere-Erfolg nach jenem bei der Olympia-Generalprobe in China.

Mit Bestzeit im zweiten Lauf fingen der Vorarlberger und der Tiroler die deutschen Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken um drei Tausendstelsekunden ab. Steu hatte sich in Sotschi im Training einen Fußwurzelknochen im linken Bein gebrochen, zwei Wochen später kehrte er mit seinem Partner im Erzgebirge zurück. Der 27-Jährige fuhr mit einem Tapeverband und hatte einen Schoner eingebaut. Das klappte auf dem Schlitten recht gut, den Weg zur Siegerehrung musste Steu aber mit einer Krücke absolvieren.

Nach gutem Training hatte das ÖRV-Duo das Rennen optimistisch in Angriff genommen und nach dem „durchwachsenen ersten Lauf“ (Koller) und dennoch knappem Rückstand gesehen, dass viel möglich sei. „Wir waren schon etwas nervös. Dass es dann um drei Tausendstel reicht, ist natürlich saugeil“, meinte Steu. „Durch das Adrenalin spüre ich das Bein während der Fahrt nicht so, aber wenn ich im Ziel aufstehe, merke ich es schon. Es ist aber aushaltbar.“ Ihre Teamkollegen Juri Gatt/Riccardo Schöpf erreichten als Sechste ihr bestes Weltcup-Ergebnis, Yannick Müller/Armin Frauscher mussten sich mit dem 15. Platz begnügen.

Egle hatte in Yanqing über den Premierenerfolg gejubelt, auf der ähnlich anspruchsvollen Bahn in Altenberg erwies sie sich neuerlich als die Beste. Die 23-Jährige hielt nach ihrer Halbzeitführung die deutsche Phalanx auch im Finale auf Distanz. Dank neuerlicher Bestzeit gewann die Tirolerin wie in China beim Auftakt vor Weltmeisterin Julia Taubitz (+0,293). Anna Berreiter (0,585) und Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (0,761) landeten mit noch deutlicherem Rückstand auf den Plätzen drei und vier.

„Es ist unglaublich, ich bin absolut happy“, meinte Egle erfreut. „Der Speed war heute richtig gut, es waren kleine Unsicherheiten dabei, aber auf dieser Bahn fehlerfrei zu bleiben ist sehr schwierig.“ Nach dem Training habe sie nicht an den möglichen Sieg gedacht, gab die Rinnerin zu. „Die Leistung und das Ergebnis geben mir natürlich Selbstvertrauen. Ich habe bestätigt dass ich ganz vorne mitfahren kann und hoffe, dass es in dieser Tonart weitergeht.“ Nächste Station ist am kommenden Wochenende Igls.

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Cheftrainer Rene Friedl zog vor Steu und Koller den Hut. „Mit dieser Vorgeschichte hier zu gewinnen ist fantastisch und macht mich sehr stolz. Auch die Leistung von Madeleine war heute sensationell. Sie kann sich gegenüber dem Training immer wieder steigern, ist ein echtes Rennpferd.“ Die Arbeit auf dem Materialsektor mit Tobias Schiegl und Peter Penz mache sich auch bezahlt.

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