Struber betont vor WAC-Duell Liga-Führungsanspruch

Will sich gegen seinen Ex-Club nicht ärgern müssen: Gerhard Struber © APA/MAX SLOVENCIK

Nur eines von vier Ligaspielen nach Champions-League-Auftritten hat Red Bull Salzburg in dieser Saison gewonnen. Das soll sich am Samstag (17.00 Uhr) gegen den WAC ändern. Trainer Gerhard Struber betonte im Vorfeld des Duells mit seinem Ex-Club den eigenen Anspruch des Fußball-Serienmeisters, die Tabellenführung zu behalten. Rapid trifft mit Neo-Trainer Robert Klauß auf dem Innsbrucker Tivoli auf die WSG Tirol. Und Klagenfurt empfängt Hartberg.

Nach 15 Runden liegt Salzburg vor dem punktegleichen Herausforderer Sturm Graz an der Spitze. Doch den Schwung nach guten CL-Auftritten in die Liga mitzunehmen ist den Bullen in dieser Saison selten gelungen. „Für uns ist es massiv wichtig, mit der vollen Power und dem richtigen Fokus in den Bundesliga-Alltag zurückzukehren“, meinte Struber. Er will sein junges Team auch damit motivieren, an der Spitze bleiben zu wollen. „Es muss unser Anspruch sein, dass wir weiterhin alles hinter uns lassen in der Tabelle. Dazu müssen wir aber auch ans Investieren denken.“

Der WAC sei „ein sehr starker Verein, der im Moment gute Ergebnisse einfährt, der sich stabil zeigt“, so Struber über seinen Ex-Verein. Drei Ligaspiele in Folge hat der Tabellensechste zuletzt gewonnen. Struber hatte Wolfsberg 2019 nach nicht einmal einem halben Jahr in Richtung Barnsley verlassen. Er freue sich auf ein weiteres Aufeinandertreffen. Im ersten Saisonduell hatte sich Salzburg mit 2:1 durchgesetzt, wobei der Meister bis zur 60. Minute 0:1 zurück gelegen war.

Im Lager der „Wölfe“ fehlt einzig Thomas Sabitzer, der mit Verdacht auf eine Schambeinentzündung pausieren muss. Als aktuell Sechster der Tabelle hat der WAC derzeit alle Chancen, die Meistergruppe zu erreichen. Nach dem Spiel in Wals-Siezenheim wartet zum Jahresabschluss noch die Reise nach Hartberg. Die Oststeirer liegen als Vierter bei nur zwei Punkten Abstand in Reichweite. Auf den Siebenten Rapid hat der WAC seinerseits zwei Zähler Vorsprung.

Diesen Rückstand wollen die Hütteldorfer zumindest nicht größer werden lassen. Nach seinem erfolgreichen Einstand in der Allianz Arena hat Robert Klauß daher auch für seine erste Auswärtsreise als Rapid-Trainer drei Punkte auf dem Wunschzettel. Einen Tag nach seinem 39. Geburtstag treffen die Hütteldorfer auf die WSG Tirol. Rapid erwartet schwierige äußere Bedingungen und einen aggressiven und hoch pressenden Gegner.

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Das 1:0 am vergangenen Wochenende gegen Blau-Weiß Linz war für die Rapidler erfreulich, berauschend war die Leistung aber nicht. „Wir haben seriös und gut verteidigt, wenige Konter zugelassen, Restverteidigung und Gegenpressing waren gut. Wo wir besser werden müssen, ist in Positionierung mit dem Ball. Wir haben die Räume nicht so gut gefunden, dass wir unsere torgefährlichen Spieler noch näher zum gegnerischen Tor bringen. Das hat auch mit Selbstvertrauen zu tun“, resümierte Klauß sein Debüt.

In Innsbruck erwartet der Deutsche gegen den Tabellenvorletzten, der sieben der jüngsten acht Spiele verloren hat, ein anderes Spiel. „Die WSG ist eine sehr aggressive Mannschaft, sehr körperlich, intensiv. Sie haben ein kompaktes Zentrum und wollen den Gegner stressen, verteidigen aktiv und sind auch gegen LASK oder Salzburg extrem vorne draufmarschiert. Blau-Weiß war genau anders“, analysierte der Rapid-Coach, der auf den erkrankten Maximilian Hofmann verzichten muss.

In Wattens gibt es derzeit eine geschlossene Schneedecke auf den Plätzen, weswegen die WSG das Training nach Innsbruck verlegt hat. Auf dem Tivoli soll nun auch endlich der Erfolg einkehren, der für Thomas Silberberger überfällig ist. „Ich glaube, unsere Formkurve geht steil nach oben, auch wenn die Ergebnisse nicht passen. Es waren gute Auftritte von uns, aber wir belohnen uns nicht mit den Ergebnissen“, meinte der WSG-Coach zu den jüngsten Leistungen. „Wir werden Rapid sicherlich Paroli bieten können. Es wird um Kleinigkeiten gehen, die zu großen Dingen ausarten können“, erklärte Silberberger.

Im Duell der Überraschungsteams wollen Austria Klagenfurt und der TSV Hartberg am Samstag ihren Platz in der Meistergruppe festigen. Ein Punkt trennt die beiden Clubs vor der 16. Runde, die Hartberger von Markus Schopp sind mit 25 Zählern unerwartet Vierter und damit knapp vor dem von Peter Pacult betreuten Tabellennachbarn aus Kärnten. Die Pacult-Elf will zwei Spiele vor der Winterpause gegen den Lieblingsgegner wieder voll anschreiben.

„Mit einem Dreier würden wir vorbeiziehen, das ist ein großer Anreiz und auch unser Ziel“, betonte SKA-Verteidiger Nicolas Wimmer, der mit seinen Kollegen nach zwei Niederlagen zuletzt mit einem 1:0 in Altach auf die Siegerstraße zurückgefunden hat. Die Statistik spricht jedenfalls für die Kärntner. In den letzten fünf Bundesliga-Duellen mit den Oststeirern hieß der Sieger immer Klagenfurt. Auch das Hinspiel im August entschieden die Violetten vom Wörthersee mit 3:0 klar für sich.

„Es gibt einen Grund, warum wir gegen Klagenfurt sehr oft das Nachsehen haben“, sagte Schopp. „Ich glaube, dass wir gegen eine Mannschaft spielen, die nicht zu Unrecht in den letzten beiden Jahren in der oberen Gruppe dabei war, auch heuer eine bärenstarke Saison hinlegt und uns immer vor riesengroße Aufgaben gestellt hat.“ Schopp erwartet ein spannendes Spiel, die Hinspiel-Niederlage sei sehr wichtig für die Entwicklung gewesen und habe seine Truppe in der Folge größer werden lassen.

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