Super Bowl: Taylor Swift bringt NFL und Chiefs 330 Millionen

Im Schnitt verfolgten 123,4 Millionen Fans das Endspiel – Swift-Kelce-Romanze sorgt für Rekordumsätze

Nicht nur die Fotos vom Siegerbussi von Popstar Taylor Swift für ihren
Nicht nur die Fotos vom Siegerbussi von Popstar Taylor Swift für ihren „Chief“ Travis Kelce gingen um die Welt © AFP/Fallon

Der Super Bowl LVIII zwischen den Kansas City Chiefs und den San Francisco 49ers (25:22 nach Verlängerung) war das meist gesehene Fernsehprogramm in der Geschichte der USA.

Nach Angaben der NFL erreichte die Live-Übertragung im TV und über Streaming durchschnittlich 123,4 Millionen Menschen. Dies entspricht einer Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahresfinale zwischen den Chiefs und den Philadelphia Eagles, das von 115,1 Millionen Personen verfolgt worden war.

Allein der Sender CBS, der das Spiel im klassischen Fernsehen ausstrahlte, verzeichnete im Schnitt 120 Millionen Zuschauer. Zudem wurde die Begegnung in den USA von Nickelodeon und dem spanischsprachigen Kanal Univision übertragen. Die Verlängerung wurde dem Dienstleister Nielsen zufolge von 202,4 Millionen Menschen verfolgt.

Gute Geschäfte dank Swift

Der diesjährige Super Bowl generierte nicht nur aufgrund der sportlichen Ausgangslage eine besondere Aufmerksamkeit. Vor allem die Beziehung zwischen Chiefs-Spieler Travis Kelce und Popstar Taylor Swift hatte im Vorfeld über Wochen für Schlagzeilen gesorgt.

Und damit für millionenfaches Fan-Interesse und Millioneneinnahmen. So vermeldete CBS Sports für das diesjährige NFL-Halbfinale, bei dem Swift ihrem „Chief“ Travis Kelce vor Ort die Daumen drückte, mehr als 55 Millionen Zuschauer, ebenfalls Rekord.

Damit nicht genug, laut CBS Sports sind die Verkäufe der Football-Trikots mit Kelces Namen und der Nummer 87 um knappe 400 Prozent explodiert, auch die Nachfrage für Eintrittskarten zu den Heimspielen der Chiefs habe sich verdreifacht.

Das Unternehmen „Wove“, Hersteller des Freundschafts-Armbandes, das Kelce seiner Taylor jüngst beim Halbfinale schenkte, verzeichnete seither einen sprunghaften Anstieg von rund 470 Prozent bei den Verkaufszahlen.

Des weiteren profitierten sogar Pizza-Restaurants oder Pralinenerzeuger von Arrangements, die auf das Duo Swift-Kelce verweisen. Verkaufsschlager bei einem Distributor in Atlantic City etwa ist ein „Love Story Nummer 87“ Schokoladen-Präsent zum Valentinstag. Die Nummer 87 ist bereits die bestverkaufte Geschenkbox in der Firmengeschichte.

Front Office Sports hat indes errechnet, die Präsenz von Popstar Swift bei NFL-Spielen hätte der National Football League und den Kansas City Chiefs in Summe mehr als 330 Millionen US-Dollar eingebracht.

Spot für sieben Millionen

Einen Rekord stellte auch ein Werbespot auf, das Wahlkomitee für Robert Kennedy jr. hatte eine 30-sekündige Werbeeinschaltung beim Super Bowl gebucht, Kostenpunkt sieben Millionen US-Dollar. Der Werbespot zeigte Bilder des 70-jährigen unabhängigen Präsidentschaftskandidaten, ferner benutzte Kennedy alte Werbesprüche und verwies mehrfach auf seine familiäre Abstammung. Kennedy ist der Neffe des am 22. November 1963 in Dallas erschossenen US-Präsidenten John F. Kennedy.

Robert Kennedy Jr. musste sich mittlerweile bei Mitgliedern seiner Familie entschuldigen, er hätte die Bilder ohne deren Erlaubnis verwendet, lauteten die Vorwürfe.

Von Andy Hörhager

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