Träumen. Gewinnen. Erinnern.

Handball: Ein Blick auf den rot-weiß-roten Auftritt 2020 unter der Lupe des EM-Mottos

Diese EM werden nicht nur die Spieler und ÖHB-Verantwortlichen in positiver Erinnerung behalten.
Diese EM werden nicht nur die Spieler und ÖHB-Verantwortlichen in positiver Erinnerung behalten. © ÖHB/Erzen/kolektiff

Dream. Win. Remember. So lautet das Motto der Handball-EM 2020.

Was bedeudet dieses umgelegt auf den Auftritt von Österreichs Team?

Dream.

Das erhoffte Märchen wurde wahr, endete trotz kräftiger Verschleißerscheinungen in letzter Sekunde auf Platz acht. Und dank Slowenien, der Heimat von ÖHB-Teamchef Ales Pajovic, dürfen wir noch von der Teilnahme am Qualiturnier für Olympia träumen. Unsere Nachbarn müssten dazu aber den Titel holen — also Daumen drücken! Ehrlicherweise realistischer ist da der Traum vom Ausland für ÖHB-Spieler wie Thomas Eichberger, Lukas Hutecek oder Daniel Dicker.

Win.

Video
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Mit den drei Siegen gewannen die rot-weiß-roten Handballer nicht nur ihre Vorrundengruppe, sondern auch viele Sympathien. In einer EM-Hauptrunde bleibt Österreich weiterhin sieglos — zumindest auf dem Papier. Gefühlt war das Remis zum Abschluss gegen Weißrussland ein voller Erfolg. Ob neben dem Team und den Organisatoren (mehr als 150.000 Besucher in Wien und Graz) auch der Handball im Land zu den Gewinnern zählen wird, muss sich erst weisen. Der Verband wird zukünftig nicht nur die Spitzenathleten individuell fördern, sondern möchte auch gezielt die Vereine unterstützen. Diese müssen allerdings vor allem selbst geeignete Wege finden, die EUROphorie nachhaltig zu nutzen.

Remember.

Was war eigentlich 2010? Die aktuelle Mannschaft trat an, um die Erinnerung an die letzte Heim-EM (Platz neun) zu verdrängen. Die beiden Turniere werden aber dank den Routiniers Thomas Bauer und Robert Weber, die beide Male dabei waren, immer miteinander verbunden sein. Eher aus dem Gedächtnis zu streichen sind die Verletzung von Alexander Hermann und die zweite Halbzeit gegen Deutschland. Das Debakel sorgte dafür aber auch für DIE Fair-Play-Geste in Wien. In einer engen Phase revidierte der Deutsche Hendrik Pekeler eine Schiri-Entscheidung — Ballbesitz (und Anschlusstreffer) Österreich statt Abwurf Deutschland — Applaus, Applaus.

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