Von Serien, Glück und Bilanzen

Europacup-Generalprobe gelang dreifach, Austria Wien kassierte doppeltes „Veilchen“

Der LASK (l. Marin Ljubicic) bewies im Schneetreiben von Linz gegen die WSG Tirol seine Heimstärke und holte sich Selbstvertrauen für die Liverpool-Reise.
Der LASK (l. Marin Ljubicic) bewies im Schneetreiben von Linz gegen die WSG Tirol seine Heimstärke und holte sich Selbstvertrauen für die Liverpool-Reise. © APA/EXPA/Winter

Der Fußball-Herbst biegt in die Zielgerade ein, zwei Runden sind noch zu spielen. Nach dem 15. Spieltag gab es nicht nur einiges interessante Erkenntnisse, sondern auch offiziell die Budgetzahlen zur Saison 2022/23.

LASK-Tor fast vernagelt

Das rot-weiß-rote Europacup Trio Salzburg (3:2 vs. Hartberg), Sturm Graz (2:0 vs. Lustenau) und LASK (1:0 vs. WSG Tirol) erfüllte seine Pflichtaufgaben erfolgreich, aber relativ glanzlos.

Der LASK, der am Mittwoch um 14 Uhr in Richtung Liverpool abhebt, kassierte in den acht Liga-Heimspielen im Herbst (sechs Siege, zwei Remis) nur zwei Tore — so wenige, wie noch nie in der Bundesliga.

Bei Rapid sah man die Handschrift von Neo-Trainer Robert Klauß noch nicht wirklich, aber das Glück kam zurück. Der Ballbesitz-Fußball führte zu wenigen echten Torchancen, doch ein Grüll-Schuss fand irgendwie den Weg ins Tor.

Die Meistergruppe schien für Blau-Weiß Linz so verführerisch nah, nach dem 0:1 in Hütteldorf und sieben Punkten Rückstand auf Platz sechs kann diese auch von Berufsoptimisten abgeschrieben werden. Der Aufsteiger selbst sprach ohnehin nie davon.

„Lage weiter schwierig“

Die ungeschlagene Serie der Wiener Austria endete beim 0:1 in Wolfsberg. Erstmals nach sechs Bundesliga- bzw. acht Pflichtspielen gingen Manfred Fischer und Co. als Verlierer vom Platz.

Noch bitterer als das Ergebnis beim WAC liest sich die finanzielle Bilanz der Saison 2022/23 bei den „Veilchen“. Sie weist trotz eines Umsatzes von 30,66 Mio. Euro einen Verlust von 6,85 Mio. aus. Die Favoritner sind damit aus negativer Sicht die Nummer eins der Liga. „Die finanzielle Lage der Austria ist nach wie vor sehr schwierig, da gibt es gar nichts schönzureden“, gestand der neue Finanz-Vorstand Harald Zagiczek.

Neben der Austria schrieben — wie bereits berichtet — auch der LASK (-3,74 Mio. Euro) und Aufsteiger Blau-Weiß Linz (-612.000) ein Minus. Das Gleiche gilt für Austria Klagenfurt (-1,92 Mio.), Hartberg (-1,06 Mio.) und WSG Tirol (-557.000).

Bundesliga-Absteiger SV Guntamatic Ried durfte sich über einen Gewinn von 986.000 Euro freuen.

Von Tobias Hörtenhuber

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