Spotlight auf den Südkaukasus

„Entwicklungspolitische Film- und Dialogabende“ in Linz und im Mühlviertel

Von Andreas Huber

Das Frühjahr naht in großen Schritten und da stehen auch schon — mittlerweile in ihrer 15. Auflage — die „Entwicklungspolitischen Film- und Dialogabende“ vor der Tür: Von 28. März bis 6. April widmet sich das kleine oberösterreichische Festival — mit Spielstätten heuer in Linz, Freistadt, Haslach und Gramastetten — dieses Jahr der Region Südkaukasus, mit besonderem Schwerpunkt auf Georgien und Armenien. Veranstaltet wird das Event vom Grammastettener Kulturverein „KukuRoots – verwurzelt Kunst & Kultur“, der zu diesem Anlass auch einige Gäste eingeladen hat, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit dieser Region beschäftigen.

Breite Themenvielfalt bei Filmen und Vorträgen

Behandelt werden mitunter Themen wie Familie, Katastrophenhilfe, Klimawandel, Bildung und Armutsbekämpfung. Regions- und situationskundige Referenten vom SOS Kinderdorf, Österreichischem Roten Kreuz, Hilfswerk International und von Care liefern Expertisen und können als Programmverantwortliche in der Region einige interessante Einblicke bieten.

Umrahmt werden die Beiträge von ausgewählten Spiel- und Dokumentarfilmen und kulturellem sowie kulinarischem Programm. Für Veranstalter Martin Stöbich, Vereinsobmann von „KuKuRoots“, ist es wichtig, die Inhalte von Forschungs- und Entwicklungsprojekten verständlich zu transportieren, wie er im Gespräch mit dem VOLKSBLATT betont: „Dieses Jahr wollten wir vor allem ergründen, was an der europäischen Grenze in diesem Bereich passiert. Ebenso ist es spannend, die größten, kulturellen Unterscheidungsmerkmale zwischen dort und hier zu beleuchten.“

Die Filmauswahl wurde heuer teilweise auf Empfehlung von Christine Dollhofer, Festivalleiterin von Crossing Europe, getroffen. Filme wie „My happy family“, „Gogita’s New Life“, „Corn Island – Die Maisinsel“ und „Line of Kredit“ liefen auch schon erfolgreich beim internationalen Filmfestival in Linz. Als ein Highlight wird das Filmgespräch mit Miriam Steen, der Co-Autorin und Regieassistentin von „Alles über Menschen“, gesehen, das im Anschluss an die Vorführung ihres Films abgehalten wird. Dieser beruht auf Kurzgeschichten des georgischen Autors Nodar Dumbadze und wird am 4. April im Kino Freistadt gezeigt.

Festivalausklang mit Musik und Kulinarik

Der in Armenien geborene und nun in Ottensheim lebende Kleinunternehmer und Jus-Student Gevorg Simonyan sorgt schließlich mit seinen armenischen Köstlichkeiten in Gramastetten für einen exotisch-kulinarischen Festivalausklang. Zuvor geben dort die Musiker Juan Carlos Sungurlian Barsumian und Burag Tuzkaya Mesrobyan als Duo Hayaser ein Konzert mit traditionellen armenischen Liedern.

Die Film- und Dialogabende finden im Moviemento Linz (28. bis 30. März), im Kino Freistadt (4. April), im Adler Kino Haslach (5. April) und im Pfarrsaal Gramastetten (6. April) statt.