Staatsbetriebe erreichen Frauenquote in Aufsichtsräten

Unternehmen und Einrichtungen des Bundes halten die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 30 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten ein (2018: 31,4 Prozent). Die Entlohnung der Frauen lag 2018 allerdings nur bei 83,5 Prozent der Gagen der Männer – ein Rückgang im Vergleich zu 2016, als es noch 93,9 Prozent waren. Das zeigt der Einkommensbericht des Rechnungshofs, der am Freitag vorgelegt wurde.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in den Vorständen der Staatsbetriebe: Der Frauenanteil stieg 2018 um rund einen Prozentpunkt auf 21,6 Prozent, aber die Einkommen von weiblichen Vorstandsmitgliedern bzw. der Geschäftsführerinnen betrugen 2018 im Durchschnitt über alle Branchen 180.285 Euro und damit nur 79,4 Prozent der Durchschnittsbezüge ihrer männlichen Kollegen (227.179 Euro), erhob der Rechnungshof. Immerhin hat sich in dieser Kategorie die Entlohnung der Frauen im Vergleich zur Bezahlung der Männer um einen knappen Prozentpunkt verbessert.

Der Rechnungshof erhebt auch die Bezahlung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Sie stieg im Schnitt um zwei Prozent, von 54.100 Euro 2017 auf 55.200 Euro 2018. Bei den Vorständen fiel der Anstieg mit 3,2 Prozent (von 211.400 Euro auf 218.300 Euro) im gleichen Zeitraum etwas höher aus. Die bestbezahlten Vorstände gab es in der Branche “Verkehr und Lagerei” (u.a. Post, Rail Cargo Austria, ÖBB-Infrastruktur, ÖBB-Personenverkehr, Asfinag) mit 377.400 Euro, die bestbezahlten Mitarbeiter bei den Finanz- und Versicherungsunternehmen mit 88.400 Euro.

Der Rechnungshof erhob die durchschnittlichen Einkommen bei 423 Unternehmen und Einrichtungen des Bundes für 2017 und 427 Unternehmen und Einrichtungen für 2018. Damit wurden 2018 1.754 Aufsichtsratsmitglieder, 637 Mitglieder von Vorständen bzw. Geschäftsführungen sowie 238.916 Beschäftigte erfasst.

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