Stangl folgt Kalliauer in AK und ÖGB

Einstimmige Nominierung im FSG-Präsidium — Will „Präsident aller“ sein

Andreas Stangl (l.) folgt Johann Kalliauer in der Arbeiterkammer als Präsident, seine Wahl in der Vollversammlung gilt als gesichert, weil die FSG dort eine absolute Mehrheit hat. Kalliauer hatte am Montag bekannt gegeben, dass er nach 18 Jahren seine Funktion zurücklegen werde.
Andreas Stangl (l.) folgt Johann Kalliauer in der Arbeiterkammer als Präsident, seine Wahl in der Vollversammlung gilt als gesichert, weil die FSG dort eine absolute Mehrheit hat. Kalliauer hatte am Montag bekannt gegeben, dass er nach 18 Jahren seine Funktion zurücklegen werde. © FSG OÖ

Nach dem am Montag bekannt gegebenen Rückzug von Johann Kalliauer als Präsident der Arbeiterkammer OÖ und in weiterer Folge auch als ÖGB-Landesvorsitzender hat die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) am Mittwoch die allgemein erwartete personelle Weichenstellung getroffen.

Das FSG-Präsidium hat den bisherigen FSG-Vorsitzenden in der AK und Geschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Andreas Stangl, als Kalliauer-Nachfolger in der AK nominiert. Und, so betonte Kalliauer am Mittwoch, das sei auch eine Weichenstellung in Bezug auf den ÖGB-Vorsitz. Der 51-Jährige ist bereits jetzt Kalliauers Vize sowohl in der AK als auch im ÖGB.

Gewählt wird der neue Präsident in der Vollversammlung im November. Er werde „selbstverständlich an alle Fraktionen herantreten und um Zustimmung werben“, so Stangl zum VOLKSBLATT, er wolle ein „Präsident für alle sein“.

Zudem sei er kein „Parteipolitiksoldat“, vielmehr möchte er mit allen Fraktionen im Gespräch sein. Denn auch wenn er Ecken und Kanten habe, sei er „ergebnisorientiert“, so Stangl, der bis 2020 auch in Leonding kommunalpolitisch für die SPÖ aktiv war. Auf Nachfrage betonte er auch, „ein tragfähiges Gesprächsklima“ zu WKÖ-Präsidentin Doris Hummer zu haben.

Betont haben sowohl Kalliauer als auch sein designierter Nachfolger, dass Stangl im FSG-Präsidium auf Vorschlag der Teilgewerkschaft PROGE einstimmig nominiert worden sei. Das zeige, „dass eine unserer Stärken Geschlossenheit ist“, trat Kalliauer Gerüchten über Unstimmigkeiten unter den Teilgewerkschaften entgegen.

Als Hauptziele nennt Stangl, die Zahl der Betriebsräte zu erhöhen sowie eine „gerechte Klimapolitik“, die Kosten der Dekarbonisierung müssten „gerecht verteilt“ werden. Eine zentrale Herausforderung sei auch die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit.

Als AK-Vizepräsident nominierte die FSG vida-Landesvorsitzenden Helmut Woisetschläger, PROGE-Landessekretär Michael Seemayer soll Stangl als FSG-Fraktionsvorsitzender folgen.

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