Stargeiger David Garrett gibt Konzert im Linzer Dom

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Mit einer Kostprobe seines Könnens gab Superstar David Garrett am Freitag im Linzer Mariendom einen Vorgeschmack darauf, was das Publikum demnächst erwartet. Um dann mit dem schlichten Kommentar — „Das wird funktionieren“ — Zufriedenheit über die Akustik in Österreichs größter Kirche anzudeuten.

Als Ersatz für die auf 2022 verschobene Konzertreihe Klassik am Dom kommt das bereits für letztes Jahr geplante, aber wegen Corona abgesagte Konzert von Garrett in Linz nun auf besondere Art und Weise am 24. Juli zustande. Der Abend wird aus dem Mariendom live zeitversetzt ab 22.45 Uhr auf ORF 2 übertragen und so einem großen Publikum zugänglich gemacht, Besucher vor Ort gibt es nicht.

Erster Live-Auftritt nach eineinhalb Jahren

Er habe zwar schon mehrmals in Linz gespielt, so Garrett bei der Pressekonferenz am Freitag, sei aber das erste Mal im Mariendom, der einen „überwältigenden Eindruck“ auf ihn mache und ihm „unglaubliche Motivation und Inspiration für das Konzert“ gebe, auf das er sich sehr freue. Es wird übrigens Garretts erster Live-Auftritt nach eineinhalb Jahren coronabedingter Auszeit sein.

Da gesteht selbst der weltberühmte Profimusiker ein wenig Nervosität ein. Für ihn sei es jedenfalls eine große Ehre, im Dom zu spielen, er verspüre Ehrfurcht und Demut: „Schließlich sind wir alle ein ganz, ganz kleiner Teil von etwas ganz Großem.“ Dementsprechend gelte es auch zu musizieren.

„Lebensfreude, etwas fürs Herz, wunderschöne Melodien und ein bisschen zum Nachdenken anregen“ seien seine zentralen Gedanken bei der Zusammenstellung des Programmes für das Konzert gewesen, das er mit kleiner Besetzung bestreitet. Den Anfang wird „Air“ von Bach machen, in einem klassischen Arrangement, das sei der Location und dem Respekt davor geschuldet, so Garrett. Danach werde er viele musikalische Wege beschreiten, auch aus der populären Musik schöpfen, aber immer wieder zur Klassik zurückkehren. Soll heißen: von Bach und Beethoven über Coldplay und Queen bis Metallica.

Musik vom Stargeiger, Bilder aus Oberösterreich

„Hausherr“ Bischof Manfred Scheuer öffnet das Gotteshaus gern für ein solches Event, sei doch die Kultur „Nahrung für die Seele und auch ein Auftrag der Kirche“. Für Landeshauptmann Thomas Stelzer ist Klassik am Dom eine „besondere Marke innerhalb des Oberösterreichischen Kultursommers“, der aus insgesamt 60 Festivals bestehe. „Kultur stärkt, besonders weltumspannende, wie David Garrett sie bietet“, so Stelzer.

Neben der beeindruckenden Musik und dem besonderen Ort werde mit der Übertragung auch Oberösterreich in all seiner Schönheit und Pracht präsentiert. Mit sieben Kameras und unter der Regie von Felix Breisach nimmt der ORF das besondere Event auf. Dabei werden nicht nur die Domfenster von Oberösterreich erzählen, sondern auch Drohnen-Aufnahmen aus dem ganzen Land. „Wir werden uns bemühen, die Musik in Bild und Ton umzusetzen“, versprach Generaldirektor Alexander Wrabetz ein Konzerterlebnis, das der Qualität des Künstlers gerecht werde.

„Eine einzigartige Bühne für einen außergewöhnlichen Künstler“, freute sich Veranstalter Simon Ertl, für den damit ebenfalls nach langer Zeit wieder der Startschuss für Live-Veranstaltungen fällt.

Er kündigte auch gleich zwei Konzerte von David Garrett mit großer Bühnenshow und Orchester bei Klassik am Dom am 22. und 23. Juli 2022 an. Im nächsten Sommer sollen dann auch die anderen Veranstaltungen des 10-Jahres-Jubiläums, das heuer coronabedingt ausfällt, vor dem Dom nachgeholt werden.

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