Start in die Christbaumsaison

„Alte“ Tannen stecken den Klimawandel gut weg

Wenn am Heiligen Abend wieder rund 500.000 Christbäume in den oö. Haushalten leuchten, dann sind die meisten von ihnen — nämlich rund 400.000 — echte Oberösterreicher. 135 Bauern haben die Bäume auf mittlerweile 550 Hektar kultiviert und verkaufen sie in den nächsten Wochen ab Hof oder auf einen der vielen Märkte. Dass sich Herr und Frau Oberösterreicher hauptsächlich — zu 90 Prozent — Nordmanntannen ins Haus holen, ist vor allem in Zeiten des Klimawandels von Vorteil.

Denn: Obwohl die Trockenheit auch heuer im Sommer wieder intensiv zu spüren war, konnten sich die Christbäume gut entwickeln, so Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger. Vor allem die älteren, tiefwurzelnden Tannen haben die fehlenden Niederschläge gut weggesteckt. Ein Wermutstropfen bleibt aber: „Bei frisch aufgeforsteten Bäumchen gab es in manchen Gebieten Ausfälle im zweistelligen Prozentbereich“, so die Bio-Bäuerin.

Dennoch brauche niemand Angst zu haben, keinen heimischen Baum zu bekommen, versichert Ignaz Hofer, der Obmann der OÖ Christbaumbauern. Um den 9. Dezember beginnt der Verkauf, die Preise liegen zwischen 10 und 35 Euro je Laufmeter. „Um 20, 22 Euro pro Laufmeter bekommt man sicher beste Qualität“, so Hofer.

Ein € für zwei Setzlinge

Wer zusätzlich mit dem Kauf Gutes tun will, der ist eingeladen, einen Euro mehr zu geben. Damit werden in der von Trockenheit und Überschwemmung geplagten Region Mara in Tansania zwei Bäume gesetzt. Seit Beginn der Aktion 2014, die mit der Organisation „Sei So Frei“ durchgeführt wird, wurden bereits mehr als 50.000 Setzlinge gepflanzt.re

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