Startschuss für bäuerliches Zukunftsprojekt

Die Projekte der Landwirtschaftsstrategie nehmen langsam Form an

Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger über die Umsetzung der Strategie „Zukunft Landwirtschaft 2030“
Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger über die Umsetzung der Strategie „Zukunft Landwirtschaft 2030“ © Land OÖ/Stinglmayr

Nach sieben Großveranstaltungen und elf Diskussionsrunden geht die „Strategie Zukunft Landwirtschaft 2030“ mit ihren 141 Maßnahmen in die Umsetzung.

Die Ergebnisse des 90-seitigen Strategiepapiers stammen allen voran von den Bauern selbst, den Konsumenten sowie den Partnern aus Medien und Politik. In Summe flossen 100.000 Euro in die Erarbeitung der Strategie.

„Konkrete Zielsetzungen sind Bürokratieabbau, Existenzsicherung, Beratungs- und Weiterbildungsangebote, Kooprationen, Dialog und eine aktivere Öffentlichkeitsarbeit“, betont Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Fokus für die Zukunft

Für die Realisierung hat man mit Anfang des Jahres ein breites Team aufgestellt, wie der Direktor für Land- und Forstwirtschaft beim Land OÖ, Hubert Huber, ergänzt. Dazu gehören Vertreter der Universität für Bodenkultur, die Abteilung Land- und Forstwirtschaft des Landes OÖ, die Landwirtschaftskammer OÖ, das landwirtschaftliche Schulwesen sowie das Büro des Agrar-Landesrates.

„Aus den 141 Maßnahmen wurden sieben wegweisende Vorhaben konkretisiert. Diese wird das Projektteam in den kommenden Jahren angehen“, so Julia Anna Jungmair, Projektleiterin der „Zukunft Landwirtschaft 2030“.

Start vieler Projekte

So soll etwa ab Juni im Bereich „Kommunikation“ der „Produzent des Monats“ vorgestellt werden, bis Herbst sollen im Bereich „Agrarpolitik“ eine Webshop-Initiative sowie im Bereich „Innovation, Digitalisierung und Klimawandel“ ein Marktplatz für Abschlussarbeiten gestartet werden.

Darüber hinaus seien laut Jungmair im Sektor „Fairness und Wertschöpfungskette“ ein runder Tisch mit dem Lebensmittelhandel, ein Wissensnetzwerk „Landwirtschaft macht Schule“ in der „Agrarbildung“, im Sektor „Erlebbare Kulinarik“ Genussland Informationstage in kaufmännischen und Tourismusschulen sowie ein Beratungsangebot für „Lebensqualität am Bauernhof“ geplant.

„Wir wollen damit den Spagat zwischen Ernährungssicherheit und die Offenheit für Innovation und Digitalisierung gewährleisten“, unterstreicht Hiegelsberger.

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