Startschuss für dritte Brückenbaustelle in Linz

300 Meter lange Donauquerung als erster Teilabschnitt der A 26 wird Linzer Innenstadtbewohner und Mühlviertler Pendler massiv entlasten

LINZ — An der Voest-Brücke und am Ersatz für die Eisenbahnbrücke wird schon länger gearbeitet – nun ist auch der Startschuss für die neue Donaubrücke als erstem Teilabschnitt der Linzer Autobahn A 26 gefallen. Die Spitzen von Bund, Land OÖ, Stadt Linz und Asfinag setzten am Donnerstag dafür den symbolischen ersten Bau-Anker in die Felswand am südlichen Donauufer. An solchen Ankern werden später die Stahlseile, die die pfeilerlose, rund 300 Meter lange Brücke tragen, festgemacht.

Freigabe Ende 2020

Die Donauquerung selbst, deren große Stahl-Bauteile per Schiff angeliefert werden, soll Ende 2020 fertig sein. Drei Jahre später soll die Brücke für den Verkehr freigegeben werden und die Bewohner der Linzer City und die staugeplagten Mühlviertler Pendler entlasten. 15 Prozent der Kosten von 668 Mio. Euro – die Brücke selbst macht 240 Mio. Euro aus – tragen das Land OÖ und die Stadt Linz.

Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Bürgermeister Klaus Luger sprachen daher von einem guten Tag für Linz und Oberösterreich. „Jetzt kann es endlich losgehen. Das augenfälligste Bauprojekt in der Landeshauptstadt wird einen notwendigen Schub für die Infrastruktur im Land und in der Stadt Linz bringen und die Lebensqualität der betroffenen Bewohner deutliche erhöhen“, betonte der Landeshauptmann. So wird nach der Fertigstellung der A 26 das Verkehrsaufkommen auf der Nibelungenbrücke um 38 Prozent auf 38.800 Autos täglich sinken.

Begleitet wurde die Veranstaltung von einer Demo einer kleinen Gruppe von Brückengegnern.