Steirische Exekutive ermittelt zu Polizeieinsatz in Wien

Vom Landeskriminalamt Steiermark wird derzeit der Polizeieinsatz in Wien-Hietzing untersucht, bei dem am Dienstag eine 67-Jährige durch den Schuss aus einer Dienstwaffe getötet worden war, als sie mit einem Messer auf die Beamten losgegangen war. Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind, wird der Bericht an die Staatsanwaltschaft gehen, die zu entscheiden hat, ob den Polizisten ein Vorwurf zu machen ist, hieß es am Donnerstag von der Wiener Polizei.

Die Volksanwaltschaft hat in der Causa bisher kein Verfahren eingeleitet, hieß es auf Anfrage aus dem Büro von Volksanwalt Walter Rosenkranz. Man sei „derzeit nicht aktiv“, es sei eine Frage der Justiz.

Im Vorjahr gab es nach den vorläufigen Zahlen des Innenministeriums fünf Amtshandlungen, bei denen es zu 13 Schusswaffengebräuchen direkt gegen Personen gekommen ist. Dabei wurden 41 Patronen abgefeuert. Hierbei wurden drei Personen schwer verletzt, zwei starben. 2019 und 2018 gab es jeweils einen und in den beiden Jahren davor jeweils zwei Tote.

Am frühen Dienstagnachmittag wollte eine Heimhilfe in der Auhofstraße der 67-Jährigen, wie vereinbart, Unterstützungsdienste zukommen lassen. Bereits früher hatte die Klientin trotz ausgemachten Termins nicht geöffnet, so die Betreuerin. Diesmal stand sie jedoch mit einem Messer in der Hand in der Tür und bedrohte die Heimhilfe.

Als unter anderem die Sondereinheit Wega anrückte, öffnete die Frau und attackierte die Polizisten mit einem Messer in der Hand. Die 67-Jährige habe dieses über dem Kopf gehalten und sei damit auf die Beamten losgegangen. Diese setzten einen Taser ein und gaben beinahe zeitgleich einen Schuss in den Oberkörper ab. Kurz danach verstarb die 67-Jährige im Spital. Die Polizisten wurden nach dem Einsatz vom Peer Support des Innenministeriums psychologisch betreut.

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