Stelzer „mit Entschlossenheit für ein atomkraftfreies Europa“

Landeshauptmann präsentiert fünf Schwerpunkte im Kampf gegen AKWs

Er werde entschlossen für eine Abkehr von Atomkraft in Europa kämpfen, bekräftigt Landeshauptmann Stelzer.
Er werde entschlossen für eine Abkehr von Atomkraft in Europa kämpfen, bekräftigt Landeshauptmann Stelzer. © Land OÖ

„Als Landeshauptmann werde ich weiter mit aller Entschlossenheit für ein atomkraftfreies Europa eintreten.“ Das betonte am Montag Thomas Stelzer am 35. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl.

Diese „steht wie keine andere Katastrophe für die Gefahren und das Scheitern der Atomenergie-Produktion“, sprach Stelzer von einem „Mahnmal für die Menschheit“. In einer Fünf-Punkte-Erklärung hat der Landeshauptmann die von ihm verfolgten Stoßrichtungen dargelegt:

Subventions-Stopp

Alle EU-Subventionen für Bau oder Ausbau von Atomkraftwerken müssten gestoppt werden. Stattdessen gelte es, erneuerbaren Energieträgern zum Durchbruch zu verhelfen.

Atom ist kein Klimaschutz

Im Zuge der Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen auf EU-Ebene dürfe es zu keiner finanziellen Anerkennung oder Anrechnung von Kernenergie kommen. Stattdessen sind AKWs und Endlagerstätten als Gefahr für Menschen und Umwelt zu bewerten.

Nein zu Temelin & Co.

Ein klares Nein kommt aus Oberösterreich zu einer Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken, insbesondere von Temelin und Dukovany. Es brauche verbindlich festgelegte Höchstlaufzeiten.

Kein Endlager an Grenze

Sämtliche Pläne von Atommüllendlagern in Grenzregionen zu Oberösterreich lehne man strikt ab, so Stelzer. Ein Einspruchsrecht von Nachbarregionen sollte international verankert werden.

Bonus für Erneuerbare

Jene EU-Staaten, die einen hohen Anteil an erneuerbaren Energiequellen nutzen, sollten im Zuge eines Bonus-Systems belohnt werden.

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