Stelzer: Sprache und Werte entscheidend für Integration

„Wir legen in OÖ klaren Fokus auf das Erlernen der deutschen Sprache“

Landeshauptmann Thomas Stelzer
Landeshauptmann Thomas Stelzer © OÖVP/Mayrhofer

Das Erlernen der deutschen Sprache und der heimischen Werte ist entscheidend für eine gelungene Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.

Das betont Landeshauptmann Thomas Stelzer in Bezug auf den aktuellen ÖIF-Integrationsreport für Oberösterreich.

Dort zeige sich ein klares Bild mit einem deutlichen Zusammenhang zwischen der Umgangssprache von Kindern und Jugendlichen und ihrem Erfolg am Bildungsweg.

So ist der Anteil von Jugendlichen ohne Pflichtschulabschluss bei jenen mit nichtdeutscher Umgangssprache mehr als viermal so hoch als bei jenen mit deutscher Umgangssprache.

OÖ legt klaren Fokus auf Erlernen der Sprache

„Deutsch ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration. Wir legen in Oberösterreich daher bewusst einen klaren Fokus auf das Erlernen der deutschen Sprache und werden das auch weiter tun“, betont Stelzer. So forciere man etwa die neuen Deutschförderklassen in besonderem Maße. Mit 7.303 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern liege man hier an bundesweit zweiter Stelle. Untersuchter Zeitraum war das Schuljahr 2018/19.

Insgesamt beträgt der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit nicht-deutscher Umgangssprache in Oberösterreich 22,6 Prozent und liegt damit unter dem Österreich-Schnitt von 26,5 Prozent.

Zuwanderer öfter arbeitslos

Weiters zeigt der Bericht einen Zusammenhang zwischen der Herkunft und dem Bildungsabschluss sowie der Integration auf dem Arbeitsmarkt. So ist im Untersuchungszeitraum die Arbeitslosenquote bei Ausländern mit 11,1 Prozent doppelt so hoch gewesen als bei österreichischen Staatsangehörigen mit 5,5 Prozent. Besonders hoch war die Arbeitslosigkeit bei Staatsangehörigen aus Syrien (27,2 Prozent), Russland (26,8 Prozent) und Afghanistan (24,6 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei bildungs- und erwerbsfernen Jugendlichen: mit 10,7 Prozent waren Jugendliche mit Migrationshintergrund deutlich öfter weder erwerbstätig noch in Ausbildung als Jugendliche ohne Migrationshintergrund (3,9 Prozent).

Klare Regeln für Migranten

In Oberösterreich gebe es klare Leitlinien in der Integrationspolitik, stellt der Landeshauptmann klar: „Es ist für uns gleichgültig, woher jemand kommt, für uns zählt allein die Haltung: Ob man sich am Arbeitsmarkt und in die Gemeinschaft einbringt, ob man sich um das Erlernen der deutschen Sprache bemüht und ob man unsere Werte respektiert.“

Basis dafür sei das Oö. Integrationsleitbild. Damit habe man klare Regeln für Zuwanderer sowie klare Erwartungen definiert und einstimmig im Landtag beschlossen. „Wir erwarten uns ein uneingeschränktes Respektieren der Gleichstellung von Mann und Frau, ein Bekenntnis zur deutschen Sprache, ein Bemühen, um sich selbst zu erhalten und wir haben Null Toleranz für politischen Islamismus und religiösen Extremismus“, sagt Stelzer.

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