Stelzer will als „klarer Erster“ weiter gestalten

Das OÖVP-Wahlkampffinale in Wolfern wurde zum Heimspiel für Landeshauptmann Stelzer

Rund 500 Gäste kamen nach Wolfern, um mit Landeshauptmann Thomas Stelzer und der OÖVP-Spitze den Countdown zur OÖ-Wahl einzuklatschen.Ein Heimspiel in Wolfern: Landeshauptmann Thomas Stelzer, Gattin Bettina und Sohn Lukas, dieser kandidiert übrigens für den Gemeinderat.
Rund 500 Gäste kamen nach Wolfern, um mit Landeshauptmann Thomas Stelzer und der OÖVP-Spitze den Countdown zur OÖ-Wahl einzuklatschen.Ein Heimspiel in Wolfern: Landeshauptmann Thomas Stelzer, Gattin Bettina und Sohn Lukas, dieser kandidiert übrigens für den Gemeinderat. © APA/Fohringer

Ein Heimspiel für Landeshauptmann Thomas Stelzer war sein gestriger Schluss-Auftritt in einem Festzelt am Kirchenplatz in Wolfern.

Viele Unterstützer – alle mit kontrolliertem 3G-Nachweis, und gelben Armbändern — waren an diesem traumhaften Spätsommertag zum OÖVP-Dämmerschoppen in Stelzers Heimatort gekommen, um das Finale für die OÖ-Wahl einzuläuten.

„Am Sonntag fällt die Entscheidung, wer in den nächsten sechs Jahren die Hauptverantwortung für Oberösterreich trägt“, betonte LH Stelzer in seiner Rede. „Wir wollen als klarer Erster weitergestalten. Wir wollen aus diesen schwierigen Jahren sichere machen. Darum geht’s bei der OÖ-Wahl.“

„Keine italienischen Verhältnisse in OÖ“

Geht es nach den derzeitigen Prognosen, wächst die Anzahl der Parteien im Landtag um die Hälfte von vier auf erstmals sechs an. „Elf Parteien, so viele wie nie zuvor treten dieses Mal bei der Wahl an. Das Gefährlichste in unsicheren Zeiten ist Unklarheit, Verzettelung oder Tohuwabohu. Wir brauchen keine ‚italienischen‘ Verhältnisse, wir brauchen eine klare Entscheidung in der Führung. Daher wollen wir ein klarer Erster werden. Nur wenn wir stark aus dieser Wahl hervorgehen, können wir schnell weiterarbeiten. Je stärker wir werden, desto stärker können wir Oberösterreich machen“, machte zuvor auch OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer klar.

„Alle gegen uns“, beschrieb er die Lage „60 Stunden vor der Wahl“. Er sieht eine „Anpatz-Allianz“ von Rot und Pink und „immer laut schimpfen, aber heimlich impfen“ bei der FPÖ. Damit die Blauen überhaupt potenzieller Regierungspartner bleiben, sei eine „Kickl-freies Oberösterreich“ Voraussetzung.

Stelzer umriss dann das wichtigste Ziel für Oberösterreich: „Hinter allem, was wir tun, steht ein Ziel: dass es genügend Arbeit gibt und dass sich Arbeit genügend lohnt. Das ist unsere wichtigste Aufgabe“, sagte der Landeshauptmann, der als eine der zentralen Herausforderungen auch neuerlich den Klimaschutz hervorhob. „Wir haben in Oberösterreich immer auf den Hausverstand gesetzt. Das werden wir weiter tun – auch in der Klimapolitik zählt der Hausverstand“, warnte Stelzer vor überzogenen Auflagen zu Lasten der Pendler oder der sozial Schwächeren.

„Steuerentlastung muss ankommen“

„Anstatt dass manche immer darüber reden, was teurer werden kann, wo es einen Aufschlag gibt oder wo man etwas verbietet, müssen wir zuerst über die Entlastungen sprechen. Die Steuerquote ist hoch genug, vor allem für diejenigen, die arbeiten gehen. Der Entlastungsschritt muss der erste sein und rasch kommen“, erteilte Stelzer zugleich auch den kolportierten Plänen über angedachte Spritpreis-Erhöhungen eine sehr deutliche Absage.

„Ein Tag entschiedet über die nächsten sechs Jahre“

Mit Blick auf den Wahltag meinte Landeshauptmann Stelzer schließlich: „Am Sonntag entscheidet ein Tag über die nächsten sechs Jahre. Wir können heute nicht sagen, welche Herausforderungen auf uns zukommen, aber eins kann ich schon heute versprechen: Ich arbeite jeden Tag daran, dass Oberösterreich in sichere Jahre und in eine gute Zukunft geht. Es ist jetzt wichtig, dass wir unseren Erfolgsweg nicht gefährden und unser Land auf Kurs halten.“

Und dann wollte Stelzer noch die richtigen Antworten im Zelt hören. Auf „willst du weiterkommen“, hallte es zurück: „Musst du nach Oberösterreich kommen“. Denn „hier regiert“, so Stelzer, „die ÖVP“, skandierten die Gäste.

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