Stephen King: Später

„Das Ganze hier ist wohl eine Horrorstory“, stellt der Erzähler gleich zu Beginn klar. Nichts anderes erwartet man von „Später“: Denn der Roman stammt von Stephen King, dem Meister des gepflegten Gruselns.

Einmal mehr lieferte der US-Autor eine haarsträubende, spannende Geschichte ab, die Fans kaum enttäuschen wird — nicht seine beste Arbeit, aber eine äußerst unterhaltsame und gewohnt solide verfasste.

Jamie Conklin, der Protagonist, kann tote Menschen sehen. „Allerdings ist es nicht so wie in dem einen Film mit Bruce Willis“, hält er fest. Jamie kann mit ihnen sprechen, und sie müssen ihm die Wahrheit sagen.

Für seine Mutter, eine Literaturagentin in Finanznöten, nützt er seine Gabe, um von einem eben verstorbenen Schriftsteller den Inhalt seines noch nicht geschriebenen letzten Bandes einer Bestsellerserie zu erfahren. Doch schon bald muss Jamie erkennen, dass nicht alle Toten so freundlich sind — und dass angebliche Freunde schnell zu Feinden werden können.

„Später“ spielt in New York und ist, der Ankündigung entsprechend, eine Horrorstory mit übersinnlichen Phänomenen, einem bösen Geist und Splatter-Szenen, versetzt mit Elementen aus Krimi, Familiendrama und Coming-of-Age. Wolfgang Hauptmann

Stephen King: Später. Übersetzt von Bernhard Kleinschmidt.
Heyne Verlag, 304 Seiten, 22,70 Euro

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