Steve Earle: J.T.

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Mindestens zwei Dinge hatten Grammy-Gewinner Steve Earle und sein Sohn Justin Townes Earle gemeinsam: ihr Talent als Singer-Songwriter zwischen Folk, Rock und Alternative-Country — sowie die lebensgefährliche Nähe zur Sucht.

Für den Jüngeren ging es nicht gut aus: Er starb am 20. August 2020 mit 38 Jahren in Nashville an einer Überdosis. Nun setzt ihm sein Vater per Tribute-Album ein Denkmal. Die mit den Initialen „J.T.“ betitelte Songsammlung erschien digital am 4. Jänner, an dem Justin Townes Earle seinen 39. Geburtstag gefeiert hätte.

Im März folgt eine Veröffentlichung auf CD und Vinyl. Steve Earle singt zehn Lieder des Sohnes — und ein eigenes Stück, das raue, rührende Requiem „Last Words“. Begleitet wird er von seiner Band The Dukes. Was als Nachruf-Konzept traurig klingt, ist eine Feier des Lebens eines begabten jungen Musikers.

Songs wie „Ain’t Glad I’m Leaving“ oder „They Killed John Henry“ sind fröhliche Schunkler mit Elementen von Bluesgrass, Blues und Gospel, der Track „Maria“ inklusive Pedal-Steel-Gitarre und Banjo verknüpft Bruce Springsteens Fernweh-Americana mit Nashville-Klängen, „Champagne Corolla“ ist swingender Rockabilly.

Auch die schöne Folk-Ballade „Turn Out My Lights“ zeigt, dass sich Justin Townes Earle als Songautor nicht hinter dem Senior verstecken musste.

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