Steyr will dislozierter Standort für die neue Digital-Universität werden

In Steyr denkt man an breiten TU-Standort wie beim FH-Erfolgsmodell

Idyllische Lage desFH-III-Gebäudes amCampus Steyr.
Idyllische Lage desFH-III-Gebäudes amCampus Steyr. © FH OÖ

Nachdem Steyr bereits großes Interesse bekundet hatte, als Standort für die neue Technische Universität für Digitalisierung in Betracht gezogen zu werden, erfolgte am Dienstag offiziell der nächste Schritt.

Die Stadt Steyr hat eine von allen Fraktionen des Gemeinderates unterstützte Initiativbewerbung abgegeben, die zusätzlich von einem 28-köpfigen hochrangig besetzten Proponenten-Komitee aus Vertretern von Industrie, Wirtschaft, IT, Bildung und Forschung unterstützt wird.

Die Bewerbung wurde Bildungsminister Heinz Faßmann sowie Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner übermittelt.

Digitalisierung wird OÖ nachhaltig verändern

Die neue TU für Digitalisierung stelle für ganz Österreich und im Speziellen für Oberösterreich eine große Chance dar, hieß es am Dienstag bei der Präsentation der Bewerbung von offizieller Seite.

Denn das erfolgreiche Industrie-Bundesland sei sehr stark von der Automobilindustrie geprägt. In diesem Bereich werde es aber in den kommenden Jahren zu einschneidenden Transformationen kommen.

„Gerade der FH OÖ Standort Steyr bietet beste Voraussetzungen, regionaler Träger eines TU-Standortes zu sein. Die Ressourcen der FH OÖ im Bereich industrieorientierte Lehre und Forschung ergänzen sich hervorragend mit einem Standort für diese technische Universität mit dem Schwerpunkt Digitalisierung“, betonte Universitäts-Dozent Reinhard Schwarz als Vertreter des Komitees.

Erfolgreiche Unternehmen in der Nachbarschaft

Steyr habe als Industriestandort eine jahrhundertelange Tradition und sich mehr als einmal neu erfunden. Mit Unternehmen wie BMW, SKF, ZF und auch MAN oder den international erfolgreichen Software-Unternehmen wie BMD, Compu Group, Cosmo Consult, ESS oder Atensor biete der Standort Steyr einen Background an Wissen, Vernetzung, Internationalität, Forschung und operativer Umsetzung, der für den digitalen Wandel im Allgemeinen und die TU für Digitalisierung im Speziellen ideale Voraussetzungen für universitäre Partnerschaften und Kooperationen biete.

Dislozierte Organisation als Asset für neue TU

Die geplante Digital-Universität soll organisatorisch und didaktisch völlig neu gedacht und konzipiert werden. Dies alles spreche dafür, die neue TU auch räumlich breit aufzustellen und die benötigten Inputs und Qualitäten gerade dort zu nutzen, wo sie im unmittelbaren Nahbereich vorhanden sind. Auch unter diesen Aspekten bietet sich Steyr als Standortlösung an.

„Die gemeinsame Bewerbung für eine TU ist für Steyr eine Riesenchance zur nachhaltigen Absicherung des Wirtschaftsstandortes und Steyr könnte so zum Zentrum des digitalen Wandels werden“ erklärt ÖVP-Fraktionsvorsitzender GR Markus Spöck und Vbgm. Anna-Maria Demmelmayr (SPÖ) nennt die „äußerst positiven Erfahrungen mit der Fachhochschule OÖ in Steyr“ als Beweis, dass der Betrieb einer dislozierten Bildungseinrichtung hervorragend funktionieren kann.

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