Stichwort: Distance Learning

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Ab Dienstag soll der Unterricht an allen Schulen (mit Ausnahme der Sonderschulen) grundsätzlich auf Distance Learning umgestellt werden – wie das genau aussehen soll, wird allerdings in der entsprechenden Verordnung nur sehr allgemein geregelt.

Der Begriff selbst wird auch nicht verwendet, vielmehr ist von „ortsungebundenem Unterricht“ die Rede. Weiterhin soll es an den Schulen allerdings auch Vor-Ort-Betreuung geben.

In der „Covid-19-Schulverordnung 2020/21“ wird der ortsungebundene Unterricht schön technisch mit der „Unterrichts- und Erziehungsarbeit unter Anwendung elektronischer Kommunikation an einem Ort, der nicht für schulische Zwecke bestimmt ist, mit Ausnahme von Schulveranstaltungen oder schulbezogenen Veranstaltungen“ definiert.

„Elektronische Kommunikation“ selbst bedeutet wiederum „Telefonie sowie die Übertragung von Daten und Nachrichten über Computernetzwerke, insbesondere das Internet wie der Einsatz von E-Mail, Lern- und Arbeitsplattformen, Internettelefonie sowie Tonübertragung und Ton- und Videoübertragung“.

Das lässt also weiten Auslegungsspielraum. Gleichzeitig bedeutet das auch, dass nicht einfach alle „normalen“ Stunden automatisch via Videokonferenz gehalten werden müssen. Es ist auch schon Distance Learning, wenn ein Arbeitsblatt oder -auftrag per Mail verschickt oder auf die Lernplattform gestellt wird. Distance Learning wird auch je nach Schulstufe und Schultyp unterschiedlich aussehen: An den Oberstufenschulen, wo das Arbeiten am Computer schon selbstverständlicher ist, wird der Anteil an Videokonferenzen etwa deutlich höher sein als an Volksschulen. Arbeitsaufträge an Volksschulen werden klarerweise auch anders aussehen als an AHS.

Außerdem soll es an den Schulen weiterhin Vor-Ort-Betreuung geben. Als Beispiel nannte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Sonntag Volksschulen, die zu Hause nicht erledigte Arbeitspakete am nächsten Tag in Kleingruppen nachholen könnten. „Da sind wir sehr flexibel“, so der Minister in der „ZiB 2“.

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