Strabag Artaward International geht an Andreas Werner

Strabag Artaward Preisträger 2022: Jasik, Ezer, Bernáth, Pinteritsch, Werner (v.l.) © APA/Eva Kelety / Strabag

Der deutsche Künstler Andreas Werner ist gestern, Donnerstag, mit dem Strabag Artaward International 2022 ausgezeichnet worden. Mit dem 1984 in Merseburg an der Saale Geborenen gewinne seit vielen Jahren wieder ein Künstler, „der sich ganz der Zeichnung verschrieben hat“, hieß es in einer Aussendung. Anerkennungen gingen an die Ungarn Dániel Bernáth und Ákos Ezer, den Polen Marcin Jasik und den Villacher Georg Pinteritsch. Das Preisgeld beträgt insgesamt 35.000 Euro.

„Werner gelingt es, eine utopische Dimension in seinen Zeichnungen zu entwickeln, die im Bewusstsein der kulturhistorischen Vorläufer vieles andeutet und doch alles offen lässt“, hieß es in der Begründung der Jury. „Der Künstler vermag es, dem althergebrachten Medium der Zeichnung nicht nur neue Facetten abzuringen, sondern vor allem die gesellschaftspolitische Relevanz zu erhalten.“ Werner, der in Wien und im niederösterreichischen Unterolberndorf (Bezirk Mistelbach) lebt, hat an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Gunter Damisch studiert und u.a. 2016 den Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für bildende Kunst erhalten. Im vergangenen Winter war seine Ausstellung „Andreas Werner. Galaktal“ in der Kunsthalle Krems zu sehen.

Die Tatsache, dass die Jury diesmal ausschließlich männliche Künstler würdigte, kommentierte Wilhelm Weiß, Direktor des Strabag Kunstforum, mit einem Verweis auf deren Unabhängigkeit heute in einer Aussendung so: „Dieselbe Jury, die diesmal fünf Männer wählte, war für ein sehr vielfältiges Juryergebnis im Jahr 2021 verantwortlich und wird auch im kommenden Jahr wieder unabhängig entscheiden. Als Direktor des Strabag Kunstforum möchte ich jedoch allen Teilnehmer:innen versichern, dass sich unter den 77 zur Jurysitzung zugelassenen Positionen viele weitere preiswürdige Einreichungen befanden. Während wir die im Vorfeld der Preisverleihung zum Ausdruck gebrachten Vorbehalte hinsichtlich des diesjährigen Juryentscheids nachvollziehen können, so freuen wir uns umso mehr auf viele und vor allem vielfältige Bewerbungen im kommenden Jahr!“

Eine Ausstellung mit Werken der fünf prämierten Künstler ist bis 19. August in der Strabag Artlounge zu sehen. Ab September folgen Einzelausstellungen der Fünf. Der Strabag Artaward International wurde heuer zum 27. Mal vergeben. Der Dreijahreszyklus mit den Teilnahmeländern Polen, der Slowakei, Tschechien, Ungarn und Österreich geht im kommenden Jahr in die letzte Runde. Darüber hinaus werden 2023 ukrainische Künstler und Künstlerinnen zur Bewerbung zugelassen.

Strabag Kunstforum, Wien 22, Donau-City-Str. 9, strabag-kunstforum.at

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