„Straftäter konsequent abschieben“

Steigende Kriminalität unter Asylwerbern wird zum Problem

Wollen sich beim Landessicherheitsrat mit dem Thema steigende Kriminalität unter Asylwerbern auseinandersetzen: Polizeichef Pilsl (l.) und LH Stelzer. © Land OÖ/Stinglmayr

LINZ — „Wir haben ein Problem steigender Kriminalität unter jungen Asylwerbern, insbesondere mit einer Problemgruppe junger Afghanen. Da dürfen wir nichts schön reden und schon gar nicht die Augen davor verschließen“, betonte LH Thomas Stelzer anlässlich der Bluttat in Steyr. Er sieht die große Herausforderung darin, dass die Stimmung in der Bevölkerung nicht kippt:

Großteil ist nicht kriminell

„Es muss uns gelingen zu verdeutlichen, dass die überwiegende Anzahl der Asylsuchenden nicht kriminell ist und unserer Unterstützung bedarf. Daher müssen die Asylwerber, die permanent gegen Recht und Gesetz verstoßen, konsequent verfolgt und abgeschoben werden.“ Außerdem brauche es schnellere Asylverfahren, ergänzt Stelzer. Hier gebe es bereits positive Entwicklungen unter der neuen Bundesregierung.

Immer wieder kommt es auch zu Straftaten von strafunmündigen Asylwerbern. Erst kürzlich soll ein 11-jähriger Afghane, bewaffnet mit einem Messer, einen Burschen am Linzer Bahnhof ausgeraubt haben. Kein Einzelfall, wie die Kriminalitätsstatistik belegt. „Wir brauchen jetzt die richtigen Antworten, wie wir mit straffälligen, aber strafunmündigen Tätern umgehen.“ Jetzt geht es darum, dass wir gezielte Integrationsmaßnahmen für diese Problemgruppen erarbeiten.

Die steigende Kriminalität unter Asylwerbern soll beim Landessicherheitsrat am 17. Dezember das zentrale Thema sein. Landespolizeidirektor Andreas Pilsl wird den Mitgliedern dafür einen aktuellen Bericht zur Sicherheits- und Kriminalitätslage geben.