Markus Ebert

Meinung

von Markus Ebert

Strapazierte Nerven

Hand aufs Herz: Wer hadert nicht — einmal mehr, einmal weniger — mit dem uns vom Coronavirus aufgezwungenen Ausnahmezustand? Dass die gesetzten Maßnahmen den Menschen in Österreich mehr denn je alles abverlangen, ist in Woche sechs kein Wunder, andererseits zeigt sich, dass wohl sehr viel richtig gemacht wurde.

Zum einen von der Politik, die trotz kaum vorhandener Reaktionszeit offenbar viele richtige Entscheidungen getroffen hat, zum anderen von den Menschen, die in diesem Land leben, weil sie offenbar weitgehend mit den strikten Vorgaben leben können.

Das entspricht wohl auch dem, was die Regierungsspitze gestern mehrfach als „Eigenverantwortung“ bezeichnete, die auch künftig gefordert sei. Immerhin sind uns Lockerungen in Aussicht gestellt.

„Durchhaltevermögen fehlt der Opposition offenbar schon.“

Dass die Regierung nunmehr einen Fahrplan in Bezug auf Reduzierung der Beschränkungen präsentiert hat, sollte eine Mutinjektion für das Durchhaltevermögen sein.

Letzteres, nämlich Durchhaltevermögen, fehlt der Opposition offenbar schon. Sich — wie Neos und FPÖ — am Begriff der „neuen Normalität“ zu reiben und der Regierung eine „permanente Angstmacherei“ (FPÖ-Klubchef Kickl) vorzuwerfen, ist wohl den im politischen Ausnahmezustand schon arg strapazierten Nerven geschuldet.

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