Streit mit Schießerei in der Stadt Salzburg

Zwei verfeindete Gruppen von Männern sind in der Nacht auf Donnerstag in einer Wohnsiedlung im Salzburger Stadtteil Itzling in Streit geraten. Dabei sollen auch Schüsse gefallen sein. Es wurden Patronenhülsen sichergestellt. Ob diese aus Schreckschusswaffen stammen, muss noch überprüft werden. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

Hintergrund der Auseinandersetzung in der Bahnhofsstraße unter zehn bis 20 Personen könnten Drogengeschäfte gewesen sein, aber auch diese Vermutung muss noch abgeklärt werden. Die Anzahl und Identität aller beteiligten Personen stand zunächst nicht fest.

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Einige besorgte Anrufer hatten um 22.10 Uhr die Polizei verständigt und von Schüssen berichtet. Mehrere Streifen und das Einsatzkommando Cobra eilten zum Tatort. Zur Unterstützung des Einsatzes wurde ein Hubschrauber angefordert. Einige Streitbeteiligte hatten es mit der Angst zu tun bekommen und verschwanden, als Polizisten auftauchten, andere waren noch vor Ort. „Es wurden Personen zur Klärung des Sachverhalts befragt. Festnahmen gab es keine“, erklärte eine Polizeisprecherin am Donnerstag auf Anfrage der APA.

Die Polizei stellte neben Patronenhülsen noch eine Eisenstange, ein Messer und einen Pfefferspray sicher. Die Ermittlungen zur Identifizierung aller Beteiligten sowie zur Klärung des Tathergangs und des Tatmotivs sind noch im Laufen.

Auch bei einer anderen Schießerei in Salzburg verlief die Suche nach dem Täter bisher ergebnislos. Jener 35-jährige Serbe, der in der Nacht auf Mittwoch bei einer Schießerei in einem Park im Salzburger Stadtteil Schallmoos schwer verletzt worden war, konnte noch nicht von der Polizei zur Tat befragt werden. Der Mann wurde zwar nicht lebensbedrohlich verletzt, war aber gestern noch zu schwach für eine Einvernahme. Hinweise zu den Tätern gab es am Donnerstagvormittag laut Polizei noch keine.