Streit um Gebühren: Amazon verbannt Visa-Kreditkarten

Der Online-Gigant Amazon will in Großbritannien künftig keine Zahlungen mehr mit Visa-Kreditkarten akzeptieren. Das kündigte das Unternehmen am Mittwoch in einer Email an seine Kunden an. Grund seien „die hohen Gebühren, die Visa für die Abwicklung von Kreditkartenzahlungen verlangt“, so das Schreiben.

In einer Amazon-Mitteilung, aus der die BBC zitierte, hieß es zudem, die Transaktionskosten sollten durch den technologischen Fortschritt eigentlich sinken, sie blieben aber hoch oder würden sogar steigen.

Seit 19. Jänner seien daher nur noch Zahlungen mit EC-Karten von Visa und den Kreditkarten anderer Anbieter möglich, hieß es in der Email weiter.

Amazon-Kunden wurden aufgefordert, ihre Zahlungsart zu ändern. Nicht betroffen von dem Bann sind hingegen Visa-Kreditkarten, die in einem anderen Land ausgestellt wurden.

Das Kreditkartenunternehmen reagierte mit Unverständnis. „Wir sind sehr enttäuscht, dass Amazon damit droht, die Auswahl der Verbraucher in Zukunft einzuschränken“, sagte ein Visa-Sprecher. Dabei gebe es keine Gewinner. Visa verbinde eine lange Beziehung mit Amazon und man werde weiter an einer Lösung arbeiten, damit Kunden ihre Kreditkarten auch in Zukunft bei Amazon nutzen könnten, so der Sprecher weiter.

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