Streit um Start in neue NBA-Saison geht weiter

Die NBA fürchtet für den Fall eines Saisonstarts erst im Jänner zusätzliche Einnahmenverluste von bis zu einer Milliarde Dollar (854,85 Mio. Euro). Das berichtete der TV-Sender ESPN am Freitag, nach dessen Informationen sich die Basketball-Liga und die Spielergewerkschaft NBPA weiterhin nicht auf einen Termin für den Saisonstart einigen konnten. Demnach sei die Frist zur möglichen Kündigung des Tarifvertrages um eine Woche bis zum 6. November verlängert worden.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie wurde die Deadline damit zum vierten Mal verschoben. Die Liga will die neue NBA-Saison am 22. Dezember starten – mit 72 statt wie sonst 82 Hauptrundenspielen plus Play-off, sodass die Saison rechtzeitig vor den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) zu Ende gebracht werden kann. Den Starttermin lehnt die Gewerkschaft aber ab, sie präferiert offenbar einen Start Mitte Jänner.

Die Liga-Verantwortlichen sind aber der Ansicht, dass ein Start vor Weihnachten Zusatzeinnahmen von bis zu 500 Millionen Dollar (427,42 Mio. Euro) einbringen würde. Die NBA hatte den Clubs zuletzt mitgeteilt, dass Gesamtverluste von 40 Prozent, etwa vier Milliarden Dollar (3,42 Mrd. Euro), drohen, wenn auch in der neuen Saison keine Zuschauer zugelassen werden.

Durch die Corona-Pandemie waren die Erlöse der NBA in der Saison 2019/20 bereits um zehn Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar (7,10 Mrd. Euro) gesunken. Wegen der fehlenden Ticketeinnahmen sei ein Rückgang von 800 Millionen Dollar (683,88 Mio. Euro) zu verzeichnen. Außerdem habe die Liga nach ESPN-Informationen 400 Millionen Dollar (341,94 Mio. Euro) an Sponsorengeldern und Fan-Artikeln eingebüßt. 200 Millionen Dollar (170,97 Mio. Euro) gingen durch einen Disput mit China verloren. Zeitweise hatte sich der chinesische Fernsehsender CCTV aus der Berichterstattung zurückgezogen. Dank des Neustarts in einer sogenannten Blase in Orlando seien aber auch 1,5 Milliarden Dollar (1,28 Mrd. Euro) wieder hereingeholt worden.

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