Strenge Maßnahmen im Tennengau bremsten Virus nicht ein

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, die seit 13. Oktober im besonders stark betroffenen Salzburger Bezirk Hallein in Kraft waren, haben das Infektionsgeschehen im Tennengau nicht eingebremst. Das hat am Mittwochnachmittag ein Blick auf das Dashboard der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gezeigt, wo für den Tennengau aktuell 472,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner ausgewiesen wurden.

Das stellte einen deutlichen Anstieg gegenüber der Sieben-Tage-Inzidenz vor zwei Wochen dar. Am 14. Oktober hielt man im Tennengau bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 352,8. Dabei hatte das Land Salzburg von sich aus noch vor Inkrafttreten bundesweiter Verschärfungen für den knapp 61.000 Einwohner zählenden Bezirk das Sozialleben einschränkende Restriktionen verhängt: Veranstaltungen wurden verboten, Privatpartys außerhalb von Wohnungen untersagt, Begräbnisse auf 100 Personen begrenzt, Turnhallen für den außerschulischen Bereich geschlossen und der Zutritt zu Kindergärten limitiert. Die Gemeinde Kuchl wurde sogar unter Quarantäne gestellt.

Einziger, wenn auch schwacher Trost für den Tennengau: mit einer derzeitigen Sieben-Tage-Inzidenz von 472,9 hat der Pongau den Bezirk als Salzburger Spitzenreiter abgelöst. Und außerhalb der Salzburger Landesgrenzen gibt es Bezirke mit weit höheren Sieben-Tage-Inzidenzen, bei denen einem richtig mulmig werden könnte: Eferding im nördlichen Oberösterreich hält bei 612,3, Schwaz im Tiroler Unterland gar bei 652,2.

Was die einzelnen Bundesländer betrifft, haben Vorarlberg, Tirol und Salzburg die bisherigen Rekordwerte von Dienstag übertroffen: Vorarlberg liegt nun bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 351,0 gegenüber 299,3 am Vortag, Tirol bei 331,5 gegenüber 300,5 und Salzburg bei 307,3 gegenüber 292,0. Besorgniserregend wirken auch die Sieben-Tage-Inzidenzen für Oberösterreich (284,5) und das Burgenland (207,5), wo zuletzt enorme Zuwächse in den Bezirken Oberwart, Oberpullendorf und Eisenstadt-Umgebung verzeichnet wurden. Was das gesamte Bundesgebiet betrifft, ist die Sieben-Tage-Inzidenz binnen 24 Stunden von 214,1 auf 236,2 gestiegen.

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