Studierende können sich reintesten

Die Universitäten bereiten sich vorerst auf Eintrittstests für Prüfungen vor

Studierende können sich künftig mit Eintrittstests an eigens eingerichteten Teststraßen Zutritt an den heimischen Universitäten verschaffen — das gilt vorwiegend für Präsenzlehre bzw. -prüfungen, größere Vorlesungen bleiben aber vorerst digital.
Studierende können sich künftig mit Eintrittstests an eigens eingerichteten Teststraßen Zutritt an den heimischen Universitäten verschaffen — das gilt vorwiegend für Präsenzlehre bzw. -prüfungen, größere Vorlesungen bleiben aber vorerst digital. © weyo — stock.adobe.com

Durch ein neues Gesetz haben die Hochschulen künftig die Möglichkeit, für Präsenzlehre oder -prüfungen Eintrittstests zu verlangen. Davon werden fast alle Gebrauch machen — zum Teil tun sie es schon jetzt, wie ein APA-Rundruf zeigt.

Zum Einsatz kommen werden sie etwa für Labors, Einzelunterricht, kleinere Lehrveranstaltungen und Prüfungen. Große Vorlesungen sind wegen der Abstandsregeln nicht möglich, der Großteil des Lehr- und wohl auch des Prüfungsbetriebs wird daher weiter digital ablaufen.

Anerkannt werden entweder vor Ort durchgeführte Tests oder schriftliche Bestätigungen über zuvor absolvierte Antigen- oder PCR-Tests. Die meisten Unis bieten den Studenten sogar Teststraßen an. Selbst negative Tests bedeuten aber nicht „normalen“ Betrieb: FFP2-Masken- bzw. Abstandspflicht gelten auch dann, wenn getestet wird.

An der größten Hochschule des Landes, der Uni Wien, wartet man noch auf das Inkrafttreten des bereits beschlossenen Gesetzes mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt.

Anschließend habe man eine Verordnung in der Schublade, die die Eintrittstests regelt. Klar sei: Der Großteil des Uni-Betriebs werde auch weiterhin digital ablaufen. All jene Dinge, die zum Teil schon jetzt vor Ort stattfinden, würden dann aber von den Eintrittstests umfasst werden.

Tests an Universität in Linz bereits fix geplant

Fix geplant sind die Eintrittstests bereits an den Unis in Linz und Innsbruck — die Details werden gerade ausgearbeitet. Auch an der Uni Salzburg sind Eintrittstests für jene Lehrveranstaltungen schon jetzt vorgeschrieben, die nicht online durchgeführt werden können, also beispielsweise Laborübungen, sportpraktische Übungen und Ähnliches.

Sollten es die Inzidenzzahlen erlauben, werden weitere Präsenzveranstaltungen und -prüfungen unter bestimmten Voraussetzungen — wie eben Eintrittstests — möglich sein.

Am weitesten sind einzelne Kunstunis: Sowohl an der Angewandten als auch an der Musikuni Wien sind negative Covid-19-Tests schon jetzt Voraussetzung für den Besuch von Lehrveranstaltungen.

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Hier machen sie auch am meisten Sinn, da dort keine Massenlehrveranstaltungen anstehen und vielfach praktische Fächer, Werkstätten bzw. künstlerischer Unterricht mir nur wenigen Teilnehmern oder gar Einzelunterricht stattfinden. An beiden Unis gibt es Teststraßen, die auch von Studenten genutzt werden können. An der Musikuni setzt man dabei auf kontrollierte Selbsttests vor Ort.

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