Sturm – Rapid als Duell zweier angeschlagener Teams

Das Fußball-Bundesliga-Spiel zwischen Sturm Graz und Rapid am Samstag in der Merkur Arena wird zum Duell zweier angeschlagener Mannschaften. Die Steirer kamen zum Bundesliga-Auftakt nicht über ein 0:0 gegen St. Pölten hinaus, Rapid ließ die Chance auf eine Champions-League-Teilnahme liegen. Der LASK absolviert bei WSG Tirol seine Europacup-Generalprobe, Salzburg gegen Altach (alle Spiele 17 Uhr).

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer will die vermeidbare Niederlage gegen Gent so schnell wie möglich ad acta legen. “Es wäre mehr drin gewesen, aber wir haben kein schlechtes Match gemacht. Wir müssen das wegstecken und das nächste wichtige Spiel in Angriff nehmen, und das ist gegen Sturm”, erklärte der 49-Jährige. Der neue Sturm-Betreuer Christian Ilzer hatte noch länger an der Nullnummer gegen St. Pölten zu kiefeln. “Das war im Rückspiegel kein gutes Spiel, wir hatten in dieser Woche einiges aufzuarbeiten”, gestand der frühere Austria-Trainer. Unter Stress seien Abläufe verloren gegangen, formulierte Ilzer und forderte von seiner Mannschaft eine bessere Abstimmung. “Gegen St. Pölten hatten wir viele Reparaturläufe und sind den eigenen Fehlern hinterhergerannt.”

Der LASK will sich mit einem Sieg am Tivoli gegen Wattens auf das Europa-League-Heimspiel am Donnerstag gegen Dunajska Streda einstimmen und dabei ihren eindrucksvollen Auswärts-Erfolgslauf der Vorsaison fortsetzen. Dennoch warnte LASK-Coach Dominik Thalhammer: “Wattens war gegen Ried drauf und dran, das Spiel zu gewinnen, sie hatten gute Chancen auf einen Treffer zum 1:3. Von daher erwarten wir eine sehr gefährliche Tiroler Mannschaft. Aber auch wir sind in einer guten Verfassung und haben eine sehr gute Trainingswoche hinter uns.” Bei WSG-Coach Thomas Silberberger wirkte die Last-Minute-Niederlage von Ried noch lange nach. “Je öfter ich mir die Szenen dieser Partie anschaue, desto unglaublicher sind sie. Aber man muss es abhaken, jetzt liegt der Fokus auf dem LASK”, meinte der Tiroler.

Salzburg ist bemüht, den Europacup-Auftakt gegen Maccabi Tel Aviv vorerst beiseitezuschieben. In der Liga wartet auf die Mannschaft von Jesse Marsch zu Hause Altach. Mit leicht verändertem Personal ist gegen die zuletzt im Cup schwächelnden Vorarlberger der zweite Sieg im zweiten Spiel eingeplant. Salzburgs Startelf wird drei Tage vor dem wichtigen Play-off-Hinspiel für die Champions League in Tel Aviv ein wenig anders als beim 3:1-Sieg in Wolfsberg aussehen. “Ein bisschen Rotation wird es geben, aber wir sind ganz am Anfang der Saison, wo wir Rhythmus und Fitness brauchen”, erklärte Marsch. Altach-Trainer Alex Pastoor erwartet starke Salzburger: “Die werden alle gut sein, werden alle Tempo haben”, sagte Pastoor über den Gegner. “Ob Heinrich oder Helmut spielt, ist bei Salzburg nicht wichtig.”

Wie ist Ihre Meinung?