styriarte zieht positive Festival-Bilanz

“Es ist schön zu sehen, wie dringend das Publikum die Musik braucht”, freute sich styriarte-Intendant Mathis Huber bei der Festivalbilanz am Montag. Trotz der coronabedingten Auflagen sei die Kartennachfrage groß gewesen, auch wenn die Programme deutlich kürzer als sonst waren. Insgesamt fanden von 1. bis 26. Juli 77 Veranstaltungen statt, die von rund 17.000 Personen besucht wurden.

Die styriarte war das erste Festival, das nach den allgemeinen Schließungen wieder seine Pforten öffnete. Entsprechend groß war die Aufmerksamkeit, auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Kulturminister Werner Kogler (Grüne) rückten zur Eröffnung an. Geboten wurden an diesem Abend Ausschnitte aus der – leider nicht wie vorgesehen aufgeführten – Oper “Gli Ossequi della Notte” von Johann Joseph Fux. “Es ist uns gelungen, Fux weiter als wichtigen lokalen Komponisten zu etablieren”, meinte Huber zu diesem Projekt.

Die Konzerte fanden unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände für jeweils 250 Besucher statt. Die meisten Programm dauerten eine Stunde und wurden an einem Abend drei Mal gespielt. Laut Intendant wurden diese kurzen Konzerte so gut angenommen, dass es bereits Überlegungen gibt, diese Form weiterzuführen. “Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um noch populärer zu werden”, meinte Huber zu den kommenden Jahren.

77 Konzerte mit 23 Einzelprojekten fanden statt und waren zu 85 Prozent ausgelastet. 17.000 Besucherinnen und Besucher erfreuten sich an Markus Schirmer, Eddie Luis, den Citoller Tanzgeigern oder auch Andres Orozco-Estrada.

Wie es mit dem Konzertbetrieb weitergehe, sei ungewiss, meinte Huber. Er rechne bis Ende des Jahres nicht mit normalem Konzertbetrieb, also mit voller Auslastung im Zuschauerraum. Dafür wird das Streamingangebot ausgebaut und soll auch weiterhin die Möglichkeit bieten, Konzerte ohne direkten Kontakt mit anderen Besuchern zu erleben.

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