Subaru Forester: Der durstige Premium-Allrounder

Der Forester ist der SUV-Klassiker der japanische Autoschmiede Subaru. Bei dem allradgetriebenen Fünfsitzer kommt nun erstmals serienmäßig das preisgekrönte Sicherheitssystem EyeSight zum Einsatz.

Wieder einmal spät dran. Also muss der Papa mal wieder Schultaxi spielen. Eins, zwei, drei Kinder in den Subaru Forester gepackt und los geht´s in Richtung Schule. Die Teenies zocken während der Fahrt genießen die großzügigen Platzverhältnisse, das Ledergestühl und die praktischen Ablagen, Papas Handy ist natürlich mit dem Infosystem gepaart und der rau klingende Zweiliter-Boxermotor röhrt, während es eilends zur Schule geht.

Das sieben Zoll große, hochauflösende Multifunktionsdisplay im oberen Zentrum der Mittelkonsole liefert alle relevanten Informationen – das interessiert, nebenbei gesagt, auch die Kinder.

Typenschein

Subaru Forester 2.0i Premium

Preis: ab € 39.990,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 39.990,-; einen Subaru Forester (Pure) gibt es ab € 33.490,-
NoVA/Steuer: 16 %/ € 649,44 jährlich
Garantie: 3 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung, 3 Jahre Subaru Mobilitätsgarantie
Service: alle 15.000 km bzw. jährlich

Technische Daten:
Motor: Vierzylinder-Boxermotor, Multi-Point, 1995 cm³, 110 kW/150 PS bei 6200 U/min, max. Drehmoment 198 Nm bei 4200 U/min
Getriebe: Stufenloses Lineartronicgetriebe
Antrieb: Allradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 192 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 11,8 s
Leistungsgewicht: 10,5 kg/PS
MVEG-Verbrauch: 9,1/6,7/7,5 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 8,7 Liter
CO2-Ausstoß: 172 g/km
NOx: 0,0238 g/km; Euro 6d-TEMP

Eckdaten:
L/B/H: 4610/1795/1735 mm
Radstand: 2640 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1574/2015 kg
Kofferraum: 505-1540 Liter
Tank: 60 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 225/55 R18 98V auf 18“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/ACC/LKA/TPMS
Airbags: 6

Geländedaten:
Bodenfreiheit: 220 mm
Böschungswinkel vorne: 25°
Hinten: 26°
Rampenwinkel: 23°

Darüber liegt ein weiteres Display mit Infos über alle möglichen Fahrdaten; dieses lässt sich per Kippschalter bedienen, für den man sich aber ganz schön weit nach vorne beugen muss, wie der Sohnemann bemerkt.

Die Kurven auf dem Weg nimmt der Forester flott, dank Allrad und niedrigem Schwerpunkt fährt der 1,5-Tonner souverän mit minimalen Wankbewegungen. Lediglich das etwas jaulende CVT-Getriebe trübt den stimmigen Gesamteindruck und schwuppdiwupp sind die Kinder schon vor der Schule abgesetzt.

Szenenwechsel. Jetzt hat der Nachbar doch tatsächlich gebeten, beim Umzug der Tochter ein wenig zu helfen. Also werden die Rücksitze umgelegt um 1540 Liter Stauraum zur Verfügung zu haben; mit minimaler Ladekante und in elektrischer Ladeklappe. Kisten, Koffer, Taschen – in den höhergelegten Fünftürer passt ganz schön was rein. Beim Taschen schleppen wurde einem zwar ganz schön warm, dennoch sind die Annehmlichkeiten von Sitz- und Lenkradheizung, die in der Premium-Ausstattungslinie serienmäßig sind, nicht zu verachten.

Abends geht es dann ins Theater. Auf der Fahrt nach Linz wird mal der Wagen so richtig ausgefahren. 150 PS sind fein und definitiv ausreichend für den Wagen, speziell im Sport-Modus; lediglich im höheren Drehzahlbereich fehlt dem Forester ein wenig der Biss. Assistenztechnisch ist der robust gehaltene Japaner auf der Höhe der Zeit: Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat, Toter-Winkel-Warner und Verkehrszeichenerkennung funktionieren tadellos.

Das Interieur passt zum Anlass; der Forester ist zwar mit viel Plastik im Innenraum ausgekleidet, dennoch wirkt der knapp 40.000 Euro teure Wagen nicht billig, da vor allem die Verarbeitung gut ist und die Chromapplikationen geschmackvoll platziert sind. In der Garage entpuppt sich der 4,61 Meter lange Forester wendig und dank serienmäßiger, hochauflösender Rückfahrkamera ist das Einparken kein Problem.

Das Stück war toll, jetzt ab nach Hause – und weil´s ja ein Offroader ist – ein wenig über Wald und Flur. Auch das meistert der Forester mit Bravour. Retour geht´s generell etwas gemächlicher, denn es ist ja dunkel und auch wenn der Forester mittlerweile serienmäßig das Sicherheitssystem EyeSight an Bord hat, schadet es ja nicht langsamer zu fahren, um etwa den Benzinverbrauch einzuschränken. Der ist nämlich mit knapp neun Litern bei flotter Fahrweise ganz schön hoch.

Fazit: Ein eher durstiger Premium-Allrounder zu einem kompetitiven Preis.

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