Subaru Outback: Gelungene Linienführung

Selected Line nennt sich das Outback-Sondermodell, das Subaru nun in seinem Fuhrpark hat. Zu den Highlights zählen. Die japanische Autoschmiede setzt dabei auf optische Feinheiten in Chrom innen wie außen, Leder, einen schwarzen Frontgrill – und natürlich auf Altbewährtes: Boxermotor und permanenten Allradantrieb.

Der Subaru Outback ist mittlerweile ein Klassiker: Immerhin fährt der Crossover – der laut den Japanern den Komfort einer geräumigen Kombilimousine mit den Offroad-Fähigkeiten eines SUV verbindet – seit 25 Jahren auf aller Welt herum.

Neben den beiden üblichen Ausstattungslinien Style und Premium gibt es nun auch das Sondermodell namens Selected Line. Dann fährt der 42.990 Euro teure Fünfsitzer mit optischen Feinheiten wie Türgriffe und Seitenverkleidungen in Velour-Chromoptik, 18-Zoll-Alus, silberfarbenen Stoßstangenschutz, schwarzem Frontgrill, beheizbaren Ledersitzen sowie Instrumententafel und Türverkleidungen in geprägtem Silber vor.


Typenschein

Subaru Outback 2.5i Selected Line

Preis: ab € 42.990,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 42.990,-; einen Subaru Outback (2.5i Lineartronic Style) gibt es ab € 39.990,-
NoVA/Steuer: 10 %/ € 993,60 jährlich
Garantie: 3 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung, 3 Jahre Subaru Mobilitätsgarantie
Service: alle 15.000 km bzw. jährlich

Technische Daten:
Motor: Vierzylinder-Boxermotor, Multi-Point, 2498 cm³, 129 kW/175 PS bei 5800 U/min, max. Drehmoment 235 Nm bei 4000 U/min
Getriebe: Stufenloses Lineartronicgetriebe
Antrieb: Allradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 10,2 s
Leistungsgewicht: 9,2 kg/PS
NEFZ-Verbrauch: 8,9/6,4/7,3 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 7,8 Liter
CO2-Ausstoß: 166 g/km
NOx: 0,0185 g/km; Euro 6

Eckdaten:
L/B/H: 4820/1840/1605 mm
Radstand: 2745 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1610/2100 kg
Kofferraum: 559-1848 Liter
Tank: 60 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 225/60 R18 100V auf 18“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC
Airbags: 6

Geländedaten:
Bodenfreiheit: 200 mm
Böschungswinkel vorne: 18,6°
Hinten: 22,9°
Rampenwinkel: 20,1°

Große Reifen, breite Kotflügel und Verkleidungen im unteren Karosseriebereich unterstreichen das robuste Image ebenso wie die Bodenfreiheit von 200 Millimetern.

Auf der Habenseite verbucht der robust gezeichnete Outback, dessen LED-Frontleuchten an einen Raubvogel erinnern, darüber hinaus elektrisch einstellbare Vordersitze, adaptives Kurvenlicht, einen acht Zoll großen Touchscreen, Navi, drei Kameras an Front, Heck und der rechten Seite sowie das mehrfach ausgezeichnete Assistenzpaket EyeSight, das mithilfe von zwei Kameras in der Windschutzscheibe unter anderem vor nahenden Gefahren naht oder beim Gebrauch des adaptiven Tempomaten die Umgebung im Blick hat.

Motorisiert ist der Subaru Outback mit dem bewährten und kraftvollen 2,5-Liter-Boxer-Benzinmotor. Dieser unaufdringliche Vierzylinder leistet 175 PS bei einem maximalen Drehmoment von 235 Newtonmetern und einer Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h. Im Alltag heißt das: Kräftig genug, um flott voranzukommen aber nicht überbordend. An die stufenlose Lineartronic mit ihren sieben simulierten Gangstufen muss man sich gewöhnen – generell versieht die Motor-Getriebe-Kombi einen akzeptablen Dienst.

Ergänzt wird die Automatik um den bereits bekannten X-MODE Offroad-Assistenten, der sowohl im Gelände als auch bei schlechten Fahrbedingungen unterstützt. Dabei greift der X-MODE auf Motorleistung, Bremsen und Drehkraftverteilung ein, um jederzeit beste Traktion für alle vier Räder sicherzustellen.

Der Verbrauch bei flotter Fahrweise tendiert gegen 8,5 Liter. Fährt man etwas gefühlvoller, sind 7,8 Liter schaffbar. In schnellen Kurvenpassagen neigt der Outback zum Untersteuern und auch bei Nässe zeigt er sich manchmal etwas bockig.

Dennoch gilt: Das Fahrverhalten ist höchst angenehm und komfortabel, die Federung ist eher auf der weichen Seite angesiedelt, der präzisen und direkten Lenkung kann man nur höchstes Lob aussprechen und auch die Bremsen sind wunderbar fein dosierbar, greifen aber – wenn es sein muss – phänomenal gut zu. Der Innenraum verbindet gekonnt Robustheit mit Eleganz, am besten ersichtlich am wuchtigen Lederlenkrad, das mit zahlreichen Knöpfen und Schaltern bespickt ist.

Die Menüführung auf dem acht Zoll großen Touchscreen ist kinderleicht gehalten, die Klimaanlage wird separat über Knöpfe und Drehregler gesteuert – gut, dass Subaru nicht alle Features in den Touchscreen eingebettet hat. Darüber hinaus wartet der 4,82 Meter lange Outback mit einem opulenten Platzangebot und bequemen Ledersitzen auf und auch die Zahl und Dimension der Ablagen ist grandios.

Die Smartphone-Koppelung funktioniert ebenfalls reibungslos, vorne stehen zwei USB-Anschlüsse zur Verfügung und – mittlerweile eine Seltenheit – im Outback ist sogar noch ein CD-Player verbaut. Was fehlt serienmäßig? Ein Glasschiebedach (dafür müsste man zur Premium-Version greifen) sowie eine Lenkradheizung.

Die Heckklappe lässt sich elektrisch öffnen und gibt den Blick frei auf einen riesigen, 559 Liter fassenden Kofferraum, der fein verarbeitet ist. Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 60:40 vom Heck aus umlegen, dann steht eine leicht ansteigende Ladekapazität von 1848 Litern zur Verfügung, weshalb der 1,6-Tonner auch als Transporteur eine gute Figur macht.

Fazit: Der Subaru Outback Selected Line besticht mit gelungener Linienführung in Sachen Innen- und Außendesign sowie mit perfekter Verarbeitung und umfangreichen Sicherheitsfeatures. Dazu gesellen sich dank Allrad und Boxermotor veritable Fahreigenschaften auf Asphalt und abseits befestigter Straßen – bis auf Details also ein schlichtweg gelungenes Fahrzeug.

Wie ist Ihre Meinung?