Süßer die Kasse des LASK nie klingelte

Acht Millionen Euro an Prämien schon fix — Champions League wäre der Jackpot

FUSSBALL: UEFA CHAMPIONS LEAGUE / QUALIFIKATION: LASK - FC B

„Das ist grandios“, strahlte LASK-Präsident Siegmund Gruber nach dem 3:1-Heimsieg über den FC Basel, mit dem sich der LASK für das Play-off der Champions League qualifiziert hat. „Vor fünf Jahren haben wir noch gegen Parndorf in der Relegation (zur 2. Liga/Anm.) gespielt, jetzt sind wir im Play-off zur Champions League. Wir sind super happy”, so Gruber. Auch Neo-Trainer Valerien Ismael wusste um die Bedeutung des Aufstiegs.

Von Christoph Gaigg und Roland Korntner

„Etwas Historisches“

„Das ist etwas Historisches für den Verein, der seinen Weg konsequent durchzieht“, lobte der 43-Jährige nicht nur seine Mannschaft, sondern auch Präsident Gruber, Vize Werner und sein gesamtes Trainerteam: „Es macht hier jeden Tag Spaß und wenn die Ergebnisse schon so früh in der Saison kommen, dann ist das natürlich motivierend für die restliche Aufgabe”, so Ismael nach dem sechsten Sieg im sechsten Pflichtspiel.

Der die Kassen klingen lässt. Nur zur Erinnerung: Knapp acht Millionen an Prämien hat der LASK bereits fix eingespielt. Fünf für das Erreichen des Play-offs.

„Wir wollen mehr, wir wollen in Gruppenphase“

Dazu kommen 2,92 Millionen, falls es „nur“ in der Gruppenphase der Europa League weitergeht. Nehmen die Athletiker aber auch noch die Hürde Brügge, gibt es in der CL noch einmal ein Extra-Startgeld von 10,25 Millionen. Plus Zuschauereinnahmen, Zahlungen aus dem Marktpool und eventuelle Sieg- oder Punkteprämien (2,7 Millionen bzw. 900.000 Euro). Ein echter Jackpot!

Aber auch die Teilnahme an der Europa League wäre mit Prämien von 570.000 (Sieg) bzw. 190.000 Euro (Remis) sowie zusätzlichen Zahlungen und Einnahmen durchaus lukrativ.

Wovon die Mannschaft jetzt träumt, ist klar. „Brügge ist noch einmal eine Stufe über Basel zu stellen. Aber mit unserem Mut und Teamgeist ist alles möglich, auch wenn wir wieder klarer Außenseiter sind“, träumt Mittelfeldmotor Peter Michorl von der Champions League. Wie auch Marko Raguz: „Jetzt wollen wir mehr, wir wollen in die Gruppenphase, es ist machbar“, erklärte der Torschütze zum 3:1. „Daran werde ich mich mit 70 noch erinnern“, so der einstige Kandidat beim VOLKSBLATT-TopTalent.

Vor Brügge wartet am Samstag (17 Uhr) aber noch in der Bundesliga Aufsteiger WSG Tirol. Diesem Spiel gilt vorerst der ganze Fokus von Ismael und seinen Mannen: „Wir bleiben am Boden“, versicherte der (ohnehin stets geerdet wirkende) Trauner.

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